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Amtlicher Bericht über die Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte zu Berlin im Sept. 1828 : nebst e. lithogr. Sammlung eigenhändiger Namenszüge der Theilnehmer
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3. Herr Dr. Behr aus Bernburg theilte Erfahrungen über gänzlichen an-gebohrenen Mangel der Regenbogenhaut mit. (-j Stunde.)

4. Herr Professor Dr. VON Münchow aus Bonn las über farbige Schat-ten. (? 4 Stunden.)

5. Herr Professor Dr. Hensciiel aus Breslau berichtete von Versuchen zurErzeugung von Bastard-Formen im Pflanzenreich und von gelungener Ver-wandlung der weiblichen Blüthen in männliche an Salix cinerea. (\ Stunden.)

Der Secretar zeigte hierauf an, welche Vorträge in der morgenden Sitzunggehalten werden würden, und machte die Gesellschaft mit einigen zu ihrer Bequem-lichkeit getroffenen Einrichtungen in Beziehung auf die Mittagstafel und das zumHinfahren bereit stehende Fuhrwerk bekannt, worauf die Sitzung gegen 2 Uhr ge-schlossen ward.

Nachdem die Mittagstafel an diesem Tage zum erstenmal in dem Exercirliauseam Karls-Platze Statt gefunden und sich die dort getroffene Einrichtung als genü-gend bewährt hatte, trennte sich die Gesellschaft bald nach 4 Uhr, um sich gegenAbend bei dem von dem Geschäftsführer im Königl. Schauspiel hause gegebenen Festewieder zu vereinigen. Der Saal und die Nebenräume waren festlich geschmückt unddie Säulenreihe der Logen, dem Eingang gegenüber, durch Zwischensätze ausgefüllt,auf welchen man transparente Inschriften und die Namen der berühmtesten, nichtmehr lebenden deutschen Naturforscher und Ärzte las (*). Se Majestät verherr-lichten das Fest durch Ihre Gegenwart, und Ihre Königl. Hoheiten der Kronprinzund der Prinz Al brecht geruhten in längerem Verweilen Sich auf das huldvollstemit den Gelehrten zu unterhalten, die Sie bereits aus ihren Schriften kennen ge-lernt hatten. Aufser den Mitgliedern der Gesellschaft nahm eine bedeutende Zahlangesehener Einwohner der Residenz aus allen Ständen an diesem Feste Theil, unddamit es auch in dauernder Erinnerung jugendliche Gemüther anrege, waren nichtnur der Universität und den Directoren der Gymnasien, sondern auch der Artillerie-und Ingenieur-Schule Einlafskarten für eine gewisse Zahl der hoffnungsvollsten Zög-linge, die sich naturwissenschaftlichen Studien gewidmet, zugestellt. Die Absicht,sowohl den Kreis der versammelten würdigen Gelehrten des Auslandes und der Pro-vinzen hier in seinem ganzen Glanze zu zeigen, als auch diesem die Hauptstadtdes Preufsischen Staates nach ihrem ganzen Gehalt an Vergegenwärtigern der höch-sten geistigen Interessen vorzuführen und so zwischen beiden Theilen die edelsteArt der Annäherung zu bewirken, schien auf das Vollkommenste gelungen.

(*) Die gegenüberstehende Tafel versinnlicht die Ordnung dieser Inschriften.