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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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Würde 7-i). Me Angaben sind einstimmig, daß vor Allen Boc-mnnd hiezu bcigetragcn, und nicht zn bezweifeln scheint es, daßdie Vorgänge von Laodicea zn diesem Ereignis den ersten An-trieb gegeben haben. Arnulf, durch Herzog Robert von derNormandie emporgekommcn, war dem Herzog von Lothringen,und wohl früher noch dein Fürsten von Antiochien durch diegemeinsame Opposition gegen Raimund von Toulouse empfoh-len worden. Durch die Belagerung von Laodicea war aberBoemund vor Allem mit Herzog Robert verfeindet, dage-gen mit Dagobert zu cngcrm Vernehmen gekommen, unddie Feindschaft Arnulfs gegen Raimund konnte nicht mehr alsEmpfehlnngsmittel gelten, seitdem dieser, obwohl noch anwesendin Laodicea, sich außer Berührung mit den übrigen christlichenFürsten hielt. Dazu kam, daß Dagobert in den anwesendenPisanern eine bedeutende Stütze fand 75), und Arnulf, um demZusammentreffen so vieler Umstande Stand zn halten, allerdingsseine eignen Kräfte noch nicht lange genug gehandhabt undgesichert hatte. Er mußte resigniren: man ließ ihn wohl indem Capitcl zn Jerusalem, allein die Leitung der christlichen Kir-chen Palästinas ging in die Hände Dagoberts über.

Wie man sich denken kann, wurden die kirchlichen Interes-sen in einem so entstandenen Reiche nicht vernachlässigt. Schonvor der Eroberung Jerusalems, wie wir sahen, hatte man einBisthnm zu Ramla gegründet; eine der ersten Handlungen desneuen Fürsten war die Einrichtung und Dotation des Capitelszu Jerusalem; bald darauf gründete Tancred mit reichlicherAusstattung die Kirchen zn Nazareth, Liberias und auf demBerge Tabor 76). Jndeß war Dagobert hiemit keineswegs zn-sriedengcstellt, und sehr bald nach dem Abzüge Bocmnnds und

74) LIt>. p. 295 gibt Nachricht von den Bestechungen, durch welche Da-gobert seine Würde erlangt, von den unterschleifen, die er sich frü-her zu Schulden kommen lassen. Ich kann sie nur für das Erzeugnisdes spätem Verhältnisses zwischen König und Patriarchen ansehn.

75) Oesla exp. liier, p. 578.

70) Will. 'l>. IX. 13.