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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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und nicht besitzen konnte; sie zeigt ferner, welche Begriffe inandamals von städtischem Leben überhaupt sich gebildet hatte.Die kriegerische Thätigkcit, der Lage des Landes angemessen,war die einzig edle und lohnende, und diese eristirtc damalsallein in dem Verbände des Lehn- und Nittcrwesens. DieBürger wurden nnr in uuvorhcrgesehncn Fallen zur Bewachungder Stadtmauern gebraucht und nur in höchster Noth ins Feldgerufen mi). Die Erfolge eines solchen Heerbanns zeigt unsFnlcher in einzelnen charakteristischen Vorfällen: 1l02 hat derKönig eine gänzlicbe Niederlage erlitten, ans die Nachricht da-von rückt die Besatzung von Jerusalem aus, ihrer 90 Ritter;von den übrigen Einwohnern, sagt Fnlcher, ritt mit, wer einPferd oder Lastthicr aufzutreibcn wußte; auf dem Marsch, ander Meeresküste, überfiel sie ein Schwarm Saraccncn und diemeisten mußten ihre Thicrc im Stich lassen und sich durchSchwimmen erretten, die Ritter freilich, die tüchtige Pferdehatten, kamen wohl sich verthcidigcud nach Joppe. Im Jahr1l05 blieben die Pilgerschaaren aus, welche sonst das Heer zuverstärken pflegten, und Balduin rief alle Waffenfähige desLandes zum Streite auf; nnr so viel blieben zurück, um dieNachtwachen in den Städten zu thun. Darauf, in dringenderGefahr, sendet er an den Patriarchen, er solle für ihn beten,der aber versammelt den Clerns und das arme Volk und treibtnoch 150 Streiter auf, mit denen er in das Lager hinauözieht.In dem ganzen Heere sind darauf außer den Rittern 2000 M.zu Fuß, so viel hat man zusammengcbracht, nachdem in derHauptstadt wenigstens kein Mann zurückgeblieben ist, der einSchwert nur zu tragen vermochte ai).

Nicht anders ist der Zustand in den übrigen Städten be-schaffen, und die Behauptung der Assiscn, Gottfried habe auch

40) Später kommt freilich allgemeine Bewaffnung häufiger vor; so geschiehtsie 1126 in wenig Tage» durch das ganze Reich, Will. 'Ixr. XIII.c. 18.

41) 1'utcller z,. 41ö, 417.