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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Zustand des Reiches.

Wir sind nicht eben vollständig über die RegicrungswciseHerzog Gottfrieds und deren Resultate unterrichtet, und vorAllem der innere Zustand des Reiches ist durch den Mangelbeglaubigter Nachrichten unfern Blicken entzogen, da der balderfolgte Tod des Herzogs den Berichterstattern Lust oder Stoffzu weitern Mitthcilungcn benommen hat. In der neuern Lit--tcratur steht freilich ein bestimmtes Urthcil darüber unbestrit-ten fest, indeß dürfen wir uns auch hier einer neuen Prüfungdesselben und der Vergleichung mit den Notizen der Quellennicht entzieh».

Ekkehard sagt w): der Herzog, obwohl über wenig Kräftegebietend, begann Großes zu unternehmen; er verfolgte, wo ersie fand, die Reste der Heiden, legte an passenden Orten Be-festigungen an, stellte Joppe und dessen lange zerstörten Hafenwieder her, unterstützte die Kirche und den Clerus, gab denKlöstern und dem Hospital zu Jerusalem reiche Geschenke, hieltsich des Handels wegen in festem Frieden mit Askalon undDamaskus, schätzte vor Allem die Ritter deutschen Stammeshoch, empfahl ihre Rauhheit durch eigne Milde den französischenEdlen, und verhütete beider leicht erregbare Eifersucht durchvollkommne Kenntniß der beiden Sprachen.

Man muß gestehn, daß damit des Lobes genug gesagt ist,und daß, wenn sich Alles in Wahrheit so verhielt, das Reichschnell cmporblühn mußte. Auch liefert Albert zu den meistender hier aufgeführtcn Punkte einzelne Belege, vor Allem, wasdie Sicherung des Landes gegen die Saraccncu angeht.

Ende Oktober, sagt er 20), empörte sich Arsnf; die Geißeln,welche die Stadt gestellt hatte, waren entstehn und die desHerzogs Gerhard und Lambert von Avcsnes 21) wurden,

19) 60 I. 524.

20) 9. 293. Sieben Wochen vor Mitte Decembcr.

21) d. VII. c. 2, 15 ist nur Gerhard genannt, Lambert mit ihm a. 5.

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