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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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511
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fränkischen Heere in). Mittlerweile lag die normannische Be-satzung schwer auf Laodicea; sie mochten wissen, daß der Her-zog in keinen! Falle im Orient sein Leben beschließen wurde,und suchten die vorübergehende Anwesenheit nach Kräften ans-zubeutcn; demnach war zuletzt im Sommer 1099 die Geduldder Einwohner völlig erschöpft und zu Ende. Sie erhoben sichin offnem Aufstande, vertrieben die Normannen und verbotensogar deren Münze für ewige Zeiten n). Nun aber ergriffVormund, der die Wichtigkeit der Stadt für seine Besitzungenwohl erkannte, die Gelegenheit auf der Stelle; unter dem Vor-wände, die Verletzung seiner Landsleute zu bestrafen, beganner den Krieg und schloß gleich darauf Laodicea von der Land-scite ein. Er allein war kein verächtlicher Gegner; dazu kamnun, daß eine pisanische Flotte von 120 Segeln, geführt durchden Erzbischof Dagobert, Legaten des päpstlichen Stuhles, vordem Hafen erschien und leicht durch Bocmund zur Mitwirkungbeim Angriff gewonnen wurde 12 ). Sie hatten den Hafen undseine Festungswerke bereits genommen iz), als die znrüekkehrcn-dcn Fürsten in Gibcllnm anlangten.

Von dem letzten Umstande waren die Bürger unterrichtet;sie sahen ein, daß, wenn auch diese zu dem feindlichen Heerestießen nichts Undenkbares bei Laodiceas früherem Vcrhältnißzu Robert alle und jede Hoffnung verschwinden müsse. Dem-nach sandten sie an Robert selbst und boten ihm die Erneuerungseiner Herrschaft an, wenn er sie von Bocmund und den Pisa-nern erretten wolle. Robert ging ohne Schwierigkeit daraufein; für Dagobert fiel sogleich jeder Vorwand zu Feindseligkei-ten fort ,4) und Boemund mußte sich entschließen, die sichere

10, Naim. I. c.

11) 6uit>er! z,. 584.

12) 'IViumpkalia pisana bei hlurat. scr. Ital. VI. s> 100 (ans sec.XII. ioeuiwe).

13) XIt>. I. c. Den» etwas Anderes ist doch untee den zwei Thnrnminicht zu verstehn.

14) Der Brief der Fürste» bei Dodechin hat die allgemeine Notiz, Dago.-