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Th »rin für sich besetzte und nun seine Krieger sich in die tra-fen werfen ließ.
Eine Beschreibung des hier erfolgten Gemetzels erspareich mir um so lieber, als sie aller Orten in weitester Ausführ-lichkeit anzntrefscn ist. Raimund schon sagt: rede ich die Wahr-heit, so finde ich keinen Glauben; im Tempel Salomonisreichte das Blut bis an das Knie der Reiter und das Ge-biß der Pferde as). Nur einzelnen der Fürsten denke ich zufolgen, leider nur um auch hier zu längncn, was man Mensch-licheres von ihnen berichtet hat. Gottfried, erzählt uns Albert,enthielt sich alles MordcnS und eilte mit drei Gefährten zumheiligen Grabe, um dort baarfuß, in Thräncn und Entzückung,der erste an der heiligen Stätte zu beten 49). Dem Geisteder Albcrtschcn Ucbcrlicfernng ist es freilich gemäß, diesen Hel-den, den ein mystischer Berns zum Führer des Kreuzzngs aus-crschn hat, vor allen Andern an das Ziel zu führen. Aber ge-schichtliche Wahrheit hat die Angabe in keiner Weise. DerMönch Robert, der in andrer Art ebenso nachdrücklich auf dieVerherrlichung des Herzogs bedacht ist, sagt: keine Plünderungkam ihm in den Sinn, er strebte nur im Blute der Saracenendie Beschimpfung der heiligen Stadt zu rächen so). Und ebenso berichtet Raimund in aller Kürze: Tancred und Gottfriedwaren die ersten in der Stadt; es ist unglaublich, wie vielBlut die beiden an diesem Tage vergossen haben s>). Tancredseinerseits eilte Allen voraus zum Tempel auf Moria, vondessen Rcichthümcrn ihm Knude zugckommcn war 52). Er langte
48) Naim. p. 179. Der Brief der Fürsten bei Ekkehard sagt doch nur
49) 7rlb>. p. 282.
50) klvt>. p. 75.
51) Nnim. 178.
52) Nach Albert t. c. durch zwei gefangne Saracenen. Die Herrlichkeitdes Tempels beschreiben christliche und arabische Berichte; ein genauesDetail findet man bei UeMaull I. c. p. 12.