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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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fürsten im gelobten Lande in). In der letzten Nacht war dieUnruhe des Volkes nicht mehr zu bändigen, ein Haufen nachdem andern setzte sich in Bewegung, Tancrcd und Balduinvon Burg streiften mit einer Rcitcrschaar bis Bethlehem, wodie christliche Bevölkerung sic mit Freuden empfing, und Tan-crcd die Stadt für sich in Besitz nahm n). Von dort wandteer sich mit w-mig Begleitern gegen Jerusalem, bestieg ganzallein den Oelberg und begrüßte von hier die heilige Stadt ir).Er setzte sich nutzlosen Gefahren aus wie er denn nur mitMühe entkam aber das Fremdeste, Seltsamste war ihmeinmal das Gemäße. Einzelne, wie ich vcrmnthc, lothringischeSchaarcn 13) hatten schon am vorigen Abend Emaus besetzt;auch sie gingen von hier ans gegen Jerusalem vor; die Pro-venzalcn verließen Namla ohne alle Ordnung in der Frühedes Morgens, einige Wenige mit entblößten Füßen in derFülle heißester Andacht, die Meisten in eiligem Laufe, um jedenOrt, jede Burg vor den Andern zu gewinnen und zu besetzen.So von allen Leidenschaften aufgeregt, voll von Devotion undHabsucht legten sic die letzte Strecke zurück, endlich lag nurnoch ein Bergrücken vor ihnen, hinter diesem Jerusalem; Schaar

10) Die Quellen sämmtlich. Nach Vi'iN. I^r. war er ans Rouen.

11) So Fulcher 396, bestätigt durch die Notiz bei Naim. z>. 176, daß

die Fürsten Tancred gezürnt hätten, weil er sein Panier auf derAauptkirche aufgestcckt. Ebenso Hast. c. 111, wo die Stelle freilichnur auf dem Rande des Mspt. steht, indeß von des Autors Handherrührt. Auch schreibt sie die I>ist. ti. 8. c. 99 mit dem übri-gen Tcrtc aus. Gegen diese Zeugnisse vermag Albert,, 273 nicht

zu derogiren; er erzählt, Gottfried habe auf Bitten der Einwoh-ner von Bethlehem eine Schaar geschickt, welche die Türken ver-jagt habe. Es ist ein Einschiebsel zu Ehren Gottfrieds, gerade andieser Stelle sehr natürlich.

12) Na.I. c. 110 ff.

13) Denn Fulcher I. c., der lothringische Geschichtschreiber, und Albert,der lothringische Mythograph sind die einzigen, welche den Ort nen-nen. Die Normannen und Provenzalcn hatten sicher in Ramla ihrlehtes Nachtquartier. 6eela p. 26. llaiu,. I. c.