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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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der bis dahin nur in Discussioncn thätig gewesen, hielt jetztdafür, es sei die Stande zn wcitcrm Handeln gekommen: erging umher in dem Lager, und ermahnte die Trappen, an ih-rem lvbcnswürdigen Entschlüsse fcstznhalten s?). RaimundsMittel waren zn Ende; die Belagerung wurde aufgehoben unddas Heer zog gegen Tripolis, am 13. Mai 1099 ss). DieVerhandlungen mit dem Emir kamen jetzt sehr bald, bis zum16.,,zu völligem Abschluß: er zahlte 15000 Goldstücke, leistetebeträchtliche Naturallieferungen und versprach freundliches Ein-vcrständniß 3y). Raimund war außer sich, allein niemand ach-tete mehr auf ihn: er bot Alles auf, den Frieden zu verhindern,aber alle Bemühungen blieben fruchtlos. Der Emir ergriffendlich ein wirksames Mittel, und leistete dem Grafen besondereZahlungen; dazwischen gingen einzelne Priester zu ihm heran,und offenbarten ihm die tröstlichsten Visionen, nur Jerusalemsolle er zuerst einnehmcn, dann werde auch Tripolis ihm Zufäl-len. Raimund, sagt sein Eaplan, nahm diese Worte an, inseinen Worten nämlich, aber nicht in seinen Werken, denn mitSchlägen und Schmahredcn plagte er die Seinigen täglich.Kurz er begriff wohl, daß er die entscheidendste Niederlage er-litten, daß all seine Kraft und Mühe der Abneigung einer un-gelenken Masse, dem Widerstand der normannischen Politik,endlich dem fest ausgesprochenen Willen religiöser Begeisterungerlegen war. Er fügte sich nach seiner Weise; er folgte denSiegern, aber mit grollender Brust, vor Allem dem Herzog vonLothringen abgeneigt, der noch zuletzt den Aufruhr des Heeresunheilbar gemacht hatte.

So hatte die ascctische Gesinnung, auf welcher am Ende

37) Idiel. p. 171. 172.

38) Die Daten in den 6esl,is.

39) Nach Albert versprechen die Christen dafür Tripolis, Arkas nnd Gibellumzu schonen. Doch ist der letzte Namen nur ein willkührlichcr ZusatzAlberts, da Gibellum ägyptische Besatzung hatte. ^15. V. 28. 4I>M-14-än an», ast L. 494. Wilken gibt beide Angaben neben einanderIi. 254. 266.