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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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hinwcggcnommen, und in inner» Zwistigkeiten zersplitterte sichsetzt das Ansehn der Fürsten, die einst anfAdhcmar sich stützend,einträchtig unter sich, und so von dem Volke anerkannt, diegroßen Zwecke des Krieges verfolgt hatten. Die beiden kräf-tigsten unter ihnen schienen der Sache des heiligen Grabesganz entfremdet, und die klebrigen sämmtlich, wenn auch vondiesem Interesse noch berührt, hielten sich in träger zaudernderUnthatigkcit. In dieser Lage der Dinge, bei diesem Stillstanddes Kreuzzugs, der zugleich seine hierarchische wie seine welt-lich-ritterliche Vertretung cingebüßt zu haben schien, erhob sich,um Adhemar zu ersetzen und alle profanen Berechnungen zusprengen, ein drittes Element mit Macht, von Anbeginn an demKreuzzug wesentlich, und ncubelebt durch die Nvth der letztenKämpfe, die ascctische, rücksichtslose, jetzt in dieser Jsolirnnganarchische Gesinnung der großen Massen des Volkes w).

So lose auch die Unterordnung gewesen war, welche dieBcstandthcile der Schaaren an ihre Führer knüpfte, so hattesich doch bisher an keiner Stelle Ungehorsam und offne Wider-setzlichkeit geregt. Jetzt aber begann der Aufenthalt in Antio-chien die Truppen zu ermüden; je weniger Aussicht ans baldi-gen Aufbruch vorhanden war, desto stärker trat die Sehnsuchtnach Jerusalem in der Volksmenge hervor. Die Provcnzalcn,so sehr ein Streit gegen Boemund bei ihnen populär war,wurden plötzlich mehr als Alle von dieser Unruhe ergriffen:sie sahen, mochte die Entscheidung über Antiochien ansfallcnwie sie wollte, für sich selbst keinen Vorthcil: sie hatten keinenWunsch als den, bald möglichst das heilige Grab zu erreichen.Anfangs äußerten sie sich im Stillen, jeder gegen die Freunde,bald heftiger, lauter, in zahlreichem Zusammenrottungen, zuletztwar die ganze Masse in tobender, offen erklärter Bewegung.Die Fürsten weigern uns, nach Jerusalem zu ziehst; laßt unsirgend einen Ritter erwählen, einen Tapfcrn, dem wollen wirfolgen, der wird uns mit Gottes Hülfe zum heiligen Grabe

Z6) Diese Seite des Ereignisses entwickelt Raimund fast allein, aller voll-ständig.