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ncreS, nicht geringer wirksames. Schon seit tangerer Zeit hak-ten sich Reibungen zwischen Provenzalen und Nordfranzosengezeigt, anfangs vereinzelt, dann anwachscnd an Ausdehnungund Erbitterung. Radulf ist besonders ergiebig für die An-sicht dieser Dinge 13), und seine Nachrichten über den damali-gen Streit Vormunds und St. Gilles, obgleich mit zahlreichenund bedeutenden Ungcnauigkcitcn sonst behaftet, sind für dieFeststellung dieses Gesichtspunktes durchaus unentbehrlich. Ercharakterisirt zunächst die beiden Gegner: die Franzosen undhier können wir die Normannen ohne Weiteres mit einrechncn— sind stolzen Auges und lebendigen Geistes, rasch liegt dieHand am Schwerte, übrigens lieben sic zu verschwenden undverstehen nicht zu erwerben. Die Provenzalen dagegen, wiedas Huhn neben der Ente, leben schlecht, erwerben eifrig, sindarbeitsam, aber weniger kriegerisch. Sie nennen cs weibisch,etwas auf das eigne Aus,sehn zu halten, aber sic wachen ansden Schmuck der Pferde und Maulthiere; Hunger spornt ihrenEifer nur an, mit kleinen Listen, in Handel und Wandel tau-schen sie alle Welt. Hier begreift sich nun leicht, wie zwischensolchen Menschen gegenseitige Verachtung entstehn konnte: ge-rade in dem Punkte des Erwerbes gcricthcn sic zuerst an ein-ander, während der Belagerung von Antiochien, beim Fonra-girc». Einzelne Streifparticn beraubten sich gegenseitig; csgab Larmen und Aussehen im Lager, bald war die vollständigsteSpaltung da. Nach der Einnahme gab die Anffindnng derheiligen Lanze vollen Stoff zu neuen Zwistigkeiten: kaum wardie erste Noth vorüber, so sprachen Franzosen und Normannenvon Betrug, den sie nicht einmal als gutangclegt loben woll-ten. Boemund zeichnete sich vor Allen ans, er vereinte Spottund Hohn mit geschichtlichen und dogmatischen Argumenten:Raimund trat ihm heftig entgegen, es gab Haß und Zank im <reichlichsten Maaße. Die Völker folgten den Fürsten, der
1Z) Ven c. 98 eil
14; Scheu feilhee, c. Ü1. Eine imcnviich Vst wiedeehvlle Stelle.