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vor der Eitadclle vereinigte. Die Türken schlugen sich hel-denmüthig, wobei ihre Ueberzahl nnd gute Verpflegung ihnenallen denkbaren Vortheil gewahrte: die Franken dagegen bebaup-teten jeden Tag ihre Stellung, sahen aber an jedem Abendihre Kräfte im Abnchmcn, ihre Zahl verringert, ihre Hoffnunggeschwächt. Wer hier vom ersten Tageslichte an mit Ans-bictcn des letzten Athemzngcs gekämpft hatte, mußte mit demEinbruch des Dunkels zur Wache; dann am Morgen sahen sieneue Gegner und unbekannte aber stets verstärkte Feinde vorsich. Mit nnglanblichcr Standhaftigkeit hielten sie ans in die-sen Mühen des Kampfes: cs kam vor, gransenhaft zu erblik-ken, sagt ein Autor is), daß mitten im Gedränge ein Fechten-der znsammcnsank, unversehrt aber kraftcrschöpft, einschlief nndwenn ihn kein feindliches Schwert traf, erwacht sich wieder inden Streit stürzte. Dazu kam nun, daß in den ersten Tagendie geringen Vorrähe erschöpft waren, nnd mit einem Schlageeine drückende Hungersnot!) hcrcinbrach, in welcher höchstensdie Fürsten nnd Vornehmen sich ans eine Weile zu fristen ver-mochten. Nachdem man einige Tage ausgehaltcn hatte, warfsich die Menge des Volkes mit wüthcndcr Begier ans die ekel-haftesten Dinge, wenn sie nur verzehrbar schienen, Gras, Baum-rinden, Schuhsohlen, Panzcrriemen; das Aas gefallener Pferdennd Lastthierc erschien bei solchem Mangel als die kostbarsteSpeise. Und bei allen Entbehrungen mußte man kämpfen, strei-ten und alle Kräfte eines Gesunden übcrtreffcn; wer Brot hatte,vermochte cs nicht zu essen, heißt es, wer Wasser, nicht zutrinken, vor den steten Angriffen der Türken. Man faßte de»Beschluß, sich in jenem Thale zu verschanzen, um einigen Schulzgegen den feindlichen Andrang zu haben; als der Kampf einenAugenblick ruhte, begann man das Werk, worauf dann vontürkischer Seite sogleich ein neuer heftiger Anfall erfolgte.Hier setzte nun, während die eine Hälfte des Heeres die Feindeabhiclt, die andere mitten im Gefechte den Ban fort, und amAbend des folgenden Tages hatten die Einen die Türken in
16) OesUi 1!).