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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Befehl, wer von dcn Einwohnern noch LcbcnSmitteln besäße,sollte die Hälfte davon zu gemeinem Nutzen ausliefcrn; trotzmanchen Widerstrebend' und mit großer Härte wurde die Ver-ordnung ausgeführt 72). Dabei blieb der Emir iudeß nicht ste-hen, sondern wandte sein Augenmerk ferner auf einzelne Begü-terte: die Folge davon waren mehrere Bedrückungen gehässigerArt, deren eine endlich die letzte Entscheidung des Krieges her-bciführtc. Nach der türkischen Ocenpation waren eine Mengeder christlichen Einwohner zum Mnhamedanismus übergctrc-ten; sie bewahrten dann unter den neuen Glaubensgenossendieselbe vornehme oder geringe Stellung, die sic nach Ab-stammung, Neichthnm und Amtswürdc in früherer Zeit einge-nommen hatten. Einer der Angesehensten dieser Renegaten,armenischen Geschlechts, war Firnz Az Zcrrad 73), Befehlsha-ber eines Eckthnrmcs an der Westseite der Stadt 7 a) , der zuder allgemeinen Contribntion seinen Anthcil vollständig bcige-tragcn hatte. 2hm ließ Bagi Sijan die Hälfte seiner nochübrigen Vorräthe hinwegnchmen und wies Vorstellungen undFlehen unerbittlich zurück. Firnz, leidenschaftlich entschlossen,ergriff dcn Vorsatz, die Härte des Emirs an der ganzen türki-schen Bevölkerung zn rächen nnd die Stadt den Franken in dieHände zn liefern.

Bocmnnd war damals unter dcn Orientalen mehr als ir-gend ein andrer Fürst berühmt 75); sic hielten ihn für dcn An-führer des Krcuzhecrs, sie wußten, sagt Wilhelm von Tyrns,

72) k»e>. c. 62. c>'. Il-N,. I>. t48.-

73) Phrrhus bei Len Abendländern , Firnz nach Ilni Onirl ,>. 7, Zerrad,

Panzcrschmidt, nach t(em!>lk,leln> Und. XVUI. 'l^r. nennt ihn endebUrnz 8 luniUU, Nein Xei-rnN, 704. Daß er ein Renegat war.

zeigen Lima Lonni. 319. Und. e. 62 Uaiui. 729.

74) llad. c. 63. Die Gesten u. A. lassen ihn drei Thurmc befehligen;der Jrrthnm rührt wohl daher, daß die Christen im erste» Anlauf dreiThürme befeuteu. b'ulelier 702.

7l>) So wie in spälerer Zeit der des Grafen oon Toulouse.