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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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der Pilger, bleich, ermattet und blutend dahingctragcu wurde.Nun siecht er viele Monate lang und das Kreuzhccr kommt end-lich vor dem syrischen Antiochien in die größte Noth: Bocnmnderleidet eine Niederlage, und Frömmigkeit, Zucht und Sitte istin vollständigem Verfall. Darauf halt der Bischof von PuyMath mit allen Geistlichen und durch die strengsten Maaßrcgelnstellen sic Gottesfurcht und Keuschheit wieder her. Und als sodie Gerechtigkeit, fahrt Albert fort, im Volke Gottes durch denBeschluß der Fürsten stark geworden war, um den Zorn desDerr» zu lindern, da genas Herzog Gottfried von der Hinfäl-ligkeit seiner Wunde bs).

Zunächst muß hier von der geschichtlichen Seite her bemerktwerden, daß dort in Pisidien solch ein Vorfall gar nicht gcdeuk-bar ist. Es weiß keiner der Augenzeugen eine Sylbe davon,vielmehr zeigt Nadulf den Herzog gleich bei dem Beginne derBelagerung von Antiochien in voller Tbätigkcit c>b). Auch an-dere Theilc der Sage schließen ihn völlig aus und Gottfriedkämpft bei den erwähnten Thatcn Bischof Adhemars in Helmund Harnisch wie alle übrige Fürsten.

Ferner ist das wesentliche Resultat der Erzählung dochnur die Wahrnehmung, mit der Krankheit Gottfrieds sei dasHeil von dem Krcnzhcere, so wie nach dessen Bekehrung znmGuten die Krankheit vom Herzog gewichen. In diesem Zusam-menhänge erscheinen alle Zwischencrcignisse bedeutungslos undder Glanz, mit dem die Ankunft vor Antiochien geschmücktwird, zeigt sich auch von hier ans als erwachsen ans wesent-lich verschiedenem Ursprung. Die ursprüngliche Sage von Gott-fried hat Verwundung und Heilung nicht durch so weiten Zwi-schenraum getrennt; einige andre, hierhin gehörige Zeugnissegewinnen an dieser Stelle entscheidende Bedeutung.

Gnibcrt nämlich erzählt den Bärenkampf mit ähnlichenEinzelnheitcn, verlegt seinen Ort aber ohne Weiteres vor dassyrische Antiochien b?). Eine gleiche Angabe hat daun Wilhelm

65) c. 57. 58.

67) t-uld, z>, 537

66) Null. c. 49.