die Franken, ihrerseits die Brücke zu besetzen und wo möglichmit ihren Maschinen zn durchbohren. Man kam auch im Binsedes Tages damit zu Stande, allein in der Nacht erfolgte einAusfall, wobei die Türken die Maschinen verbrannten und denSchaden wieder herzustellen wußten. Dabei blieb es aber unddie Christen behaupteten hier ihre Stellung 47). Graf Raimundvon Toulouse übernahm die Bewachung des Castells, unterstütztdurch eine große Zahl provenzalischer Ritter, die er dafür auseignen Mitteln besoldete as).
Ungeachtet dieser Vorthcile zauderten die Belagerer nochimmer, einen unmittelbaren Angriff auf die Mauern zu unterneh-men. Durch die Umstande und die Angriffe der Gegner selbst aufdie bisherige Kriegswcise hingcführt, hatte man von zwei Seitenher Antiochien völlig cingeschlossen: man mußte nun nothwcn-dig zu der Idee gelangen, dies System nach Kräften zu ver-vollständigen und das letzte den Türken noch übrige Thor eben-falls zu sperren. Freilich war, da die ganze Südseite freiblieb, eine strenge Blocade damit keineswegs erreicht; indcßversprach ein dort stattfindendcr Verkehr der Natur des Bodensnach den Türken nur beschränkten Gewinn. Man kam alsoüberein, sich auf der Westseite, dem Gcorgsthor gegenüber, wieanf Machumaria zu befestigen; mußte sich aber, bei der verein-zelten Lage des Postens, sogleich von der Schwierigkeit desPlanes überzeugen. Als man Freiwillige zn der Besetzung des-selben auffordertc, fand sich niemand, der besondere Lust zu dermißlichen Ehre getragen hätte, einen Menschen ausgenommen,der hier die Luft seines rechten Lebens zu athmcn hoffte. Tan-cred hatte in der Reihe der belagernden Feldherr» seine Stelleneben dem Fürsten von Tarent erhalten, fand aber schon inden ersten Tagen seine Stellung nicht ausgcsctzt und ausgezeich-net genug, obgleich er dort allen nur denkbaren Ruhm einzu-
47) 14>N«I)o<I s>. 790. 791 , Ni.'N d. 8. e. 55. Dies sind die Gefechte,deren Verlegung cm das Hnndethor ich oben erwähnte. Außer Albertfindet sich nicht die geringste Spur derselben an der letzten Stelle.
48) Hist. I). 8. I. c. Itaim. s>. 148.