den Mulches nach Osten, wo sich ihm Aussichten uns schnelleund gänzliche Befreiung cröffncten.
Denn die Ankunft der Kreuzfahrer hatte wie seine eigne,so auch die Stellung der syrischen Fürsten mit einem Schlageverwandelt. Dckak und Taghtigin entschlossen sich ohne Beden-ken, den alten Zwist mit Antiochien zu vergessen und vor allenDingen die gefährlichen Eindringlinge zu beseitigen. DschanahEddcwlet trat in demselben Sinne hinzu, obgleich nur die An-kunft der Franken ihn vor einem Angriffe der Antiochener be-wahrt hatte; cs war in ihnen eine freie und großherzige Poli-tik, wie sie besonders Taghtigin auch später niemals vcrläug-nct hat 2 /,). Gegen Ende Dccember beendeten sie ihre Rüstun-gen und brachen zu dem Entsätze der angegriffenen Stadt ans.Den Orontes hinuntcrzichcnd, erhielten sic in Schaisar dieNachricht, eine fränkische Abtheilnng von 30000 Mann habedie Besitzungen von Aleppo überschwemmt und Hause dort aufdas Wildeste, verwüstend, mordend und plündernd. Ohne Zau-dern beschlossen sic hierauf, sich zunächst gegen diese zu wendenund nach deren Besiegung den Rest des Heeres anzugreifcn,dessen üble Lage auch ihnen nicht unbekannt sein mochte 25).
Es waren das aber Boemnnd und der Graf von Flandern,die in diesen Gegenden Vorräthc und Lebensmittel für sich undihre Genossen aufznbringcn gedachten. Gegen Weihnachtennämlich war die Noth im Lager unerträglich geworden; zu ir-gend einer Maaßregel mußte man sich entschließen und setzteini Rathe der Fürsten den Vorschlag durch, mit einer stärker»Abtheilnng Lebensmittel ans entfernten Landstrichen znsammcn-znbringen. Boemnnd war sogleich bereit dazu und erbat sichden Grafen von Flandern znm Begleiter. Sic rückten ans,nicht den Orontes hinauf, sondern südlich in das Gebirge undfielen von dort in das Gebiet von Aleppo ein, am 30. Deccin-
24) Womit seine blnwUrstige Barbarei gegen die Christen keineswegs ge.längnct werden soll.
25) Alles nach Kcmalcddin ilstst. y. 5.