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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Damit hatte man sich freilich gegen türkische Pfeile undSperre einigermaaßcn gesichert; allein ein gefährlicherer Geg-ner wurde durch solche Siege und Bauten nicht zurückgcwiesen.Gegen Ende des November waren die Dorrathe vollständigerschöpft, und damals schon begann man zu den schlechtestenNahrungsmitteln, zu Blättern, Baumrinden und dem Fleischder gefallenen Pferde und Rinder, seine Zuflucht zu nehmen.Tie nächste Umgebung vermochte nichts mehr aufznbringcn, nie-mand wagte entferntere Districte zu betreten, und in dieser Lagesah man sich erst im Beginne der üblen Jahrszcit, deren Strengesich 1097 unfreundlich genug anküudigte. Sturm und Regen-wctter trat ein; die Zelte gaben nach kurzem Widerstande kei-nen Schutz mehr, sie verfaulten in der Nässe oder wurden vondem Winde demolirt. Wie gewöhnlich in solchen Fällen, gesell-ten sich dringendere Gefahren sogleich hinzu: Mangel undStrapazen, und die Menge dicht zusammeugedrängter Menschenerzeugten eine tödliche Epidemie, der, wie man berechnete, dersiebente Mann in allen Hccrcsabtheilungen unterlag. Kurz, manging einer völligen Auflösung entgegen, und die rastlose Tätig-keit Bagi Sijans »erstattete auch die Stärkung durch bloßesAusruhen nicht. Am meisten hatte damals die provcuzalischcReiterei in ihrer ausgcsetzten Stellung am Orontcs gelitten,und ihre Pferde bis auf einen kleinen Rest durch die türkischenPfeile cingcbüßt 21 ). Nun war Herzog Gottfried erkrankt 22)und Robert von der Normandie, brav im Gefechte aber unge-duldig gegen die Strapaze, verließ das Lager auf eine Einla-dung der griechischen Besatzung von Laodicäa, worauf ich spä-ter noch zurückkommen werde 23). Diese Entziehung zwei derbedeutendsten Führer konnte das Heer nur entmuthigen, und Ver-fall, Elend und Hoffnungslosigkeit zeigte sich an allen Punkten.Bagi Sijan dagegen, jetzt wieder Meister des kleinen Kriegsund von dem Zustande der Franken unterrichtet, sah vcrtraucn-

21) Naim. 145

22) N»i,n. z,. 144.

23) Cap. XII.