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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Balduins Unternehmung, Aufregung der Armenier nach bestimm-tem Beschluß der Fürsten, unzweifelhaft machen. Die Quellenschweigen freilich darüber, und die Tradition zeigt nur sehrverstümmelte Spuren davon. Albert laßt den Grafen gar nichtaus Eilieicn zum Hanptthorc znrückkommcn, er geht auf An-rathen eines Armeniers Pancraz sogleich nach Tellbaschcr. Wil-helm von Tyrus ändert das in seiner Weise, und schiebt, umGeschichte und Tradition zu verbinden, einen willkührlich er-fundenen Zwischensatz ein 21). Er hat früher nach Albert voneiner noch anzuführenden Verwundung Herzog Gottfrieds be-richtet ; und laßt auf die Nachricht davon Balduin jetzt zumHaupthecrc zurückeilcn, damit er bei Gottfrieds etwaigein Ab-leben der Nachfolge nicht verlustig gehe. Wie nngegründet dieseBemerkung ist, zeigt schon der Umstand, daß nach der Sageselbst jenes Unglück geschah, che Balduin oder irgend ein MenschCilicicn betreten hatte 2s). Nicht besser ist das Folgende: dasganze Kreuzhcer sei höchst empört über sein Benehmen gegenTancred gewesen, nur die Ehrfurcht gegen Gottfried habeBoc-munds Rache gezügelt, und Balduin, durch Tancrcds Ruhmaufgercizt, eine neue Unternehmung beschlossen. Aber Alles dasist reine Erfindung Wilhelms, cs sind grundlos gemachte Fol-gerungen aus der Albcrtschen Darstellung der Vorfälle in Tar-sus. Geht man nun die Albcrtschc Erzählung weiter durch, sosicht man, wie wesentlich verschiedenen Ursprungs von den Be-richten über Tarsus sie ist: dort wo cs auf einen Gegensatzzu Gottfried ankam, wird alle Rohheit und Gcwaltthätigkeitans Balduin zusammengehäuft, hier, wo wir eine selbstständigeVerherrlichung Balduins vor uns haben, ist nur von Hclden-thnm, Edclmuth und hochherziger Gesinnung die Rede. Tho-ros will die versprochene Adoption durch reiche Geschenke er-setzen, Balduin sagt, er sei nicht um Solddicnst sondern derEhre wegen hergekommen. Die Niederlage von Samosata ver-wandelt sich dann in freiwilligen Rückzug, welchem die Schwäche

24) i.. iv. c. 1 ff.

25) LIb. Ui. c. 2.