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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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zerfällt von selbst durch die oben wiederholten Angaben Radnlfs.Artasia war durch Balduin von Burg besetzt, die ganze Gegenddurch Balduin und Tancrcd schon für die Christen gewonnen wor-den: cs ist demnach nicht daran zu denken, daß hier Robert vonFlandern ganz ähnliche Dinge, Sieg, Bedrängnis; und Entsatzdurch andere Kreuzfahrer zum zweiten Male erlebt haben soll-te 12 ). Am 20. Octobcr 1097 erreichte man den Orvntes, einigeMeilen oberhalb Antiochiens, fand aber den Ucbergang von einerzahlreichen feindlichen Abthcilnng besetzt ,3). Der Bortrab deschristlichen Heeres begann sogleich den Angriff; es handelte sichum den Besitz einer Brücke, uralt, von Eisen erbaut; der Kampfdauerte eine Weile, bald aber trieb die Energie der Frankenden Feind in die Flucht. Das Gefecht war entschieden, chenoch die Hauptmacht anlangte; letztere lagerte darauf die Nachthindurch zu beiden Seiten des Flusses i<) und nur die Borhnt,4000 Reiter stark, Bocmnnd selbst an ihrer Spitze, ging nocham Abend bis unter die Mauern Antiochiens vor. Indcß ver-ließ nicht ein Mann der Besatzung die Stadt und die Nachtverging in völliger Ruhe. Am Morgen des 21. brachen auchdie übrigen Abthcilnngen auf und erreichten gegen Mittag denSchauplatz für jahrelange Kampfe und Mühen.

Ich habe diese letzten Umstände so ausführlich erwähnt;weil Albert das Bild derselben wieder in sein cigcnthümlichstcsLicht gerückt hat. Der Vortrab vermag die Brücke nicht zu

12) List. 111. 28 ff.

13) Witten (nach ihm Hammer V. > 1 . 13V) weicht ohne Grnnd von denQuellen ab, wenn er den Jfrin dem Oronkes und irgend einen befe-stigten uebergang der berühmten Eisenbrücke substituier (I. p. 171).Das Kreuzhccr kam von Osten her, zog von Anfang an in der Ebenesüdlich vomIfritt und hat denselben niemals überschritten oder z» über-schreiten Ilöthig gehabt, ^nnnr Lorez- !>»>I /srroev 8,»itl> inazi nt8xri», 1818, so wie die dctaillirte Karte bei Itndins»,, ti-nvolz i»8xria aiM I'illvetnni) (Reise von 1830) zeigt bas in voller Deut-lichkeit.

11) Oesta v., Iiist. I». 8. c 34.