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Vorher aber noch eine Bemerkung über die llcberliefernngbei Albert, die wie mir scheint, auf einem umfassenderen Grundeberuht, als der persönlichen Parteilichkeit für Tanered oder ge-gen Balduin. Tanered vor Tarsus angclangt bedroht dieTürken mit der Ankunft Bocmundö, Boemnnd werde sie züch-tigen oder belohnen nach Verdienst, nie würden sic BoemnndsRache entgehn. Die Armenier erklären dann, sie wollten Tan-ercd dienen, keinem Andern, nicht ans Neigung des Herzens, sagtAlbert, sondern aus Furcht vor Boemnnds Ankunft, wie dennlange vor diesem Zuge Boemnnds Ruhm den Orient erfüllte.Balduin, höchst erzürnt, entgegnet darauf: Ihr haltet Boc-mnnd und Tanered hoch, und doch sind sic mit meinem Brnder,dem Fürsten und Führer der fränkischen Ritterschaft nicht zuvergleichen: den verehrt das ganze Heer, dessen Wort undRath zu folgen, werden Vornehme und Geringe nicht müde,denn znm Haupte und Herrn ist er von Allen erwählt. Diesführt zur Entscheidung, und Tancreds Fahne wird vom Thnrinehinabgcworfen. So erkennen wir als Grundgedanken der Dar-stellung den großen Gegensatz zweier Nationen im Kreuzhecr,an den sich sogleich eine weite Verherrlichung Gottfrieds an-knüpft. Auf der einen Seite steht der Ruhm der Norman-nen, rein kriegerisch, weltlich und profan, auf der andern dieSuprematie Gottfrieds, hier von heimischen Grundlagen aus-gehend, wie er denn als Fürst des römischen Reichs erwähntwird, sonst aber in der uns bekannten Gestalt verharrend. Sieüberwindet Boemnnds Ansehn und das irdische Recht Tancredsdurch ihre bloße Erwähnung und hier in der schlechtesten An-wendung. Balduins Rohheit gibt, wenn man will, den dun-keln Hintergrund, auf dem die Trefflichkeit des Herzogs sichdoppelt leuchtend abhebt.
Tanered, von Tarsus hinwegzichend, verfolgte nun denWeg, den ihm das Geheiß der Fürsten angewiesen hatte 5).
5) Ich folge durchaus dem Berichte Radulfs I. c., der hier höchst detail-lirt seiuen umuitteldaren Ursprung aus den Erzählungen Tancreds