342
i!
t.<
fahrcrn an Schiffen ihn zu sperren, und trotz deS Ucbcrflussesan Streitern dachte man nicht daran oder fand es unthunlich,eine getrennte Abtheilung an dessen Westufcr aufzustellcn. EinRath der Fürsten trat zusammen, diese Schwierigkeit in Ucbcr-legnng zu nehmen: man beschloß, sich an Kaiser Alexius zuwenden und ihn um die nöthigen Fahrzeuge zu bitten. Alexiusging um so lieber darauf ein, als ihm die Maaßrcgel einenVorwand gab, griechische Truppen zu der Belagerung herzu zubringen, ohne sie der gefährlichen Nahe der Pilger unmittelbarausznsctzcn. Die Schiffe wurden in Kibolns zusammcngebracht,ans Schleifen geladen und durch Zugochsen über das Gcbirgan den See hinangeschleppt; eine ansehnliche Schaar Turcopu-lcn, unter dem Befehl des Butnmites, diente jetzt zur Deckung undspäter zur Bemannung der Flotte. Gegen Abend langte manan dem Secufer an; man fand die Franken in Bereitschaft undwar die Nacht über höchst angestrengt thätig, die Fahrzeugein den Sec zu lassen. Da es an wirkenden Händen nicht fehlte,kam man bald damit zu Stande; Butnmites verthciltc seineTurcopulcn, dann, noch in der Stille der Nacht, gab er denBefehl zum Auslaufen. So schnell und geheim waren die An-stalten getroffen worden, daß die Türken völlig getäuscht, bei Son-nenaufgang eigne Schiffe ans den Wellen zu erblicken glaubten:erst als sie die Fahrzeuge dicht unter ihren Mauern sahen, alsdie Griechen mit Trompeten und Pauken — über das Verhält-niß der Bemannung zahlreich —> das fränkische Lager begrüß-ten, als saracenische Nachen plötzlich verfolgt und genommenwurden: dann erst entdeckten sic zu großer Bctrübuiß den wah-ren Stand der Dinge.
Werfen wir auch hier einen Blick ans die UeberliescrungAlbcrts, so verbirgt sich auch hier nicht unter scheinbar zufälli-gen Umgestaltungen ein wesentlicher Grundgedanke 22). Nacheiner glänzenden Reihe von Einzclngcfcchtcn 'meldet er zuerstvon der Besetzung des Sees: eine Generalversammlung aller
22) älb. u. 28 ff.