löste sich auf, wenn bei Boemnnds Ankunft hier keine Entschei-dung erreicht war is). Indes; wartete Alcrinö bis auf dasAensierste, endlich, am Gründonnerstag 1097, 3. ApNl, alsBoemnnds Heer nur wenig Marsche noch von der Hauptstadtentfernt stand, entschloß er sich zu gewaltsamen Maaßregeln.Stoch im letzten Augenblick versuchte er eine Unterhandlung miteinzelnen lothringischen Edeln: sie möchten den Herzog zur Er-füllung seines Versprechens anhalten. Aber cs war umsonst,und che noch diese Ritter znrückgekehrt waren, hatte draußender Kampf begonnen w).
Alles dies ist »nn sehr verschieden von der durch Albertin Geltung gebrachten Ucbcrlicfcrung. Zunächst weicht dieZeitbestimmung durchaus ab, Albert läßt die Kämpfe, wennman möglichst weit hinaus rechnet, Mitte Januar eintrctcn n)und füllt die Zeit von Weihnachten bis dahin mit den speciell-sten Ereignissen. Er gibt Namen, Orte, Thatsachcn, an jedemeinzelnen Punkte führt er das bestimmte Datum an, nichts kannsich sicherer und historischer ausnehmen, als sein Bericht. Alleindas Ganze fällt zusammen durch Annas ganz unzweifelhafteNotiz, daß am Donnerstag der Charwoche das erste GefechtStatt gefunden habe, cs war ein Tag unglücklich bezeichnetin der Regierung ihres Vaters, sic konnte darüber nicht ir-ren I»). Ein zweiter Umstand, den Albert allein hat, die Auf-forderung Boemnnds an Gottfried, das griechische Reich mitvereinter Kraft zusammen zu werfen, wird sich erst unten erör-tern lassen. Das aber erscheint schon hier gewiß, daß Albertnicht ein Gewährsmann ist, um auf ihn gestützt, den Bericht
15> So änliL p. 302. Nicht undeutlich klagt sic s>. 293 auch den Herzogeiner feindseligen Absicht geradezu gegen Byzanz an.
16) Ich habe so versucht, die Angabe Annas, die Lateiner hatten wegen desAusbleibens der Gesandten Len Streit begonnen »nt dem Zcngniß derAbendländer, Alerius sei der angrcifende Theil gewesen, zu verbinden,^„„a z,. 294. Oesta p. 2- 3.
17) 19 Tage nach Weihnachten I. II. c. 11. (z>. 201).
18) ^nna p. 294. 295.