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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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319
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gerte dic Zusammenkunft, verhieß jedoch, was wohl gewiß,was das wichtigste, aber von Albert ausgelassen ist, den Lehns-eid zu leisten 12). Nach Weihnachten bot der Kaiser dem HeereQuartiere in Pcra an, er hoffte es hier zwischen dein Bathps-sns und dem Meere zu isolircn und etwaigen Unordnungen amleichtesten zn steuern w): Gottfried willigte ein, lehnte abernochmals jede Unterredung ab und schob entscheidende Maaß-rcgcln von Tag zn Tage hinaus- Natürlich: er wünschte instenstantinopel, wo möglich ohne Kampf, dic übrigen Fürstenzn erwarten, und den Lehnseid zn leisten, war er trotz seinesVersprechens ein für allemal nicht gesinnt.

So stand man sich gegenüber in sonderbarer Lage, ohneStreit einstweilen, aber ohne Verträum, der Kaiser stets un-terhandelnd, von Tage zu Tage dringender, der Herzog aus-weichend, trocken und ruhig bcthcncrnd: noch traue er dem Kai-ser nicht so weit, um eine persönliche Zusammenkunft zu wa-gen Wie deutlich auch die Natur eines solchen Vormun-des hcrvortrat, so ging Alexius in den Verhandlungen dennochdarauf ein: er hoffte stets in friedlichem Wege den Herzog zngewinnen und wollte um jeden Preis Feindseligkeiten vermeiden.Es verging Woche auf Woche, Monat auf Monat, der Her-zog blieb in seiner Stellung, Alexius sah die Nothwendigkcit,seine Strcitkrafte zu verstärken, er umgab dic fränkischen Quar-tiere mit türkischen und slavischcn Truppen. Sie hatten denstrengsten Auftrag, jede Communication zwischen Gottfried undden übrigen Fürsten des Kreuzhecrs, vor Allem mit Bocmundzu hindern. Der Winter ging zu Ende, von allen Seiten er-hielt man 'Nachrichten von der Annäherung der übrigen Hecrcs-massen, dic Gefahr wurde täglich dringender, und jede Aussicht

12) Denn 1 >>, 11 p. 294 bezieht sich ausdrücklich ans solch ein früheresVersprechen.

12) kNükIi. col. 520, alle andern Quellen einstimmig. Nach Albert201 am 29. Decembcr.

14) .1,1,111 p. 293: H'chrcr -!<ri ttt-

rst! «r^stc-1-.kio. Einzelne Verhandlungen bei Albert 201.