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Kreuzfahrer, wenn auch nicht frei von manche» Schwierigkeiten.Wir erwähnten, daß Adhemar ven Pny erst Eonstantinopelznm Sammelplätze des Heeres bestimmt hatte, daß dorthinaußer den zahllosen Einzelnen von Ungar» her die Lothringerund Dcntschen, durch Dalmatien die Provcnzalen, endlich vonApulien ans die Franzosen und Normannen heranzogcn. Ticgriechische Regierung konnte nun auf eine erträgliche Stellunghoffen, wenn ihr nicht bloß bis, sondern auch in der Haupt-stadt des Reichs Isolirnng der Heerführer gelang. 'Jede dergenannten Sehaaren vermochte man einzeln zu beansstchtigen:die Masse aller Kreuzfahrer, noch in Europa vereinigt, würdedagegen nach Willkühr über das Schicksal des Reiches ver-fügt haben. Es kam also darauf an, die Fürsten, wie sieallmälig griechischen Boden betraten, bei möglichster Fried-fertigkeit zu erhalten, und was dann nicht schwer sein konn-te, jeden Einzelnen gleich bei der Ankunft in Constantinopelzur Ucbcrfahrt ans die astatische Seite des Bosporus zu ver-mögen. Was man hiezu bedurfte, war durch die emsige Ver-waltung der letzten Jahre hinlänglich vorhanden, Truppen,Geld und ein geordneter Zustand der Provinzen: hätte mansteh hiemit begnügt, cs wäre schwerlich irgend eine Verwicklungeingetrctcn.
Ich hebe diesen Standpunkt so bestimmt hervor, weil dasBenehmen des Kaisers gewöhnlich nach einem ganz entgegen-gesetzten Maaßstabc bcurthcilt wird. Was wir so eben eineUnmöglichkeit nannten — Bündniß mit den Pilgern ohne Rück-halt, dann ein vereinter großartiger Angriff ans die Saracc-nen — wird als das einzig Richtige und Löbliche gepriesen:daraus folgt dann scharfer Tadel gegen Alcrins, daß er so we-nig dahin Abzweckendcs gethan, hier liege, sagt man, die Schuldder Griechen, durch die sie die Erreichung jedes Gewinns ansden Krcnzzügen verwirkt hätten. Nach der früher» Ausfüh-rung scheint mir dagegen der Vorwurf gegen den Kaiser ge-recht, nicht daß er so wenig, sondern daß er überhaupt etwasgewinnen wollte, daß er hoffte, einen Uebermächtigen sich dienst-bar zu machen, und zu genießen, was nicht mit eigner Kraft