Fünftes Capitol.
Das Kreuzheer im griechischen Reiche.
Nach dem angegebenen Zustande des griechischen Reichesschien dem Kaiser Menus und seiner Politik gegen die Kreuz-fahrer ihre nochwendige Richtung vorgezeichnet. Uebcr dieZusammensetzung, die Zahl und die Gesinnung des Heeres warman in Eonstantinopcl hinlänglich unterrichtet; man sagte,cs seien der Pilger mehr als der Sterne am Himmel, als desSandes an der Meeresküste, man wußte von der Gewaltthätig-kcit der Abendländer, deren Priester sogar Blutvergießen undHandgemenge aufsnchtcn, mau argwohnte sehr bestimmt bei ei-nem Theilc der Kreuzfahrer feindliche Absichten gegen Eonstan-tinopcl. 2»i Gegensatz dazu die eignen Hülfsmittel zu übcr-sehn, war nicht die schwerste Aufgabe, und der Vergleich mitdem fränkischen Heere konnte zn keinem zweideutigen Ergebnisführen. An rechte Buudcsgcnosscnschaft, wie sie von Gleichenund Gleichartigen geschlossen wirb, war nicht zn denken; viel-mehr mußte man besorgen, das schwache Gebäude der letztenJahre durch eine solche Fülle der Zuflüsse aufgelöst zu sehen.Der einfachste Entschluß wäre gewesen, den Lauf derselben, solange man davon berührt war, nach Kräften zn regeln, dannaber ihn so rasch wie möglich aus den Grenzen zu entfernenund seiner eignen Bestimmung zn überlasse».
Auch gab es einen Weg, der die Möglichkeit dieses Vor-habens zeigte, angcdcutet schon durch die eignen Beschlüsse der