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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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fest; seine Angelegenheiten leitete sein Athabcg Taghtigin, einharter aber begabter und kräftiger Mensch; ihnen gesellte sichdann, durch Ridwan mit Meuchelmord bedroht, Dschanah Ed-dcwlct zu, der Statthalter von Emcssa. So stand sich Syrienin zwei feindselige Gruppen gethcilt, zu offnem Kriege entgegen;in keiner war eigentliche Einheit und innere Kraft, dafür aberdesto größere Streitlust und völlig verwilderte Rohheit. DenSchlachten ging wohl eine Besprechung der Anführer vor-her, welche meist mit heftigen Schinahreden zu enden pflegte.Die nicht muselmännische Bevölkerung stand unter dem här-testen Drucke, den sie jemals durch mnhamcdanische Eroberererfahren hat: die traurige Lage Jerusalems ist schon durch dieKreuzprcdigten weltberühmt geworden, und manche ähnlicheBeispiele ließen sich diesem berufensten hinznfügcn. Noch ein-mal trat die ursprüngliche Barbarei dieser Turkmanen in vol-lem und ungestörtem Ergüsse zu Tage; die in Persien ebenüberkommene Enltnr ging iir dem wüsten Lagcrlcbcn völligzu Grunde.

In diesem wilden und inhaltslosen Hader entschloß sich1096 Nidwan zu einer Maaßrcgel, welche die locale Spaltungunmittelbar in einen der großen Gegensätze des ganzen Js-lamismns hineinzog. Er cröffncte Haleb den seit einigen Jah-ren mächtig emporwachscnden Assassinen, eine Verbindung,in der zunächst die feige und tückische Neigung seines Wesensklar wurde und allgemeinen Widerwillen gegen seine Parteihervorrief. Wichtiger aber war die zweite Folge, daß er 1097sich von dem sunnitischen Chalifen zu Bagdad lossagcn undden Fatimiden von Kahira als Oberhaupt anerkennen mußte.Damit war die Möglichkeit jeder Aussöhnung vernichtet, undder Haß der Gegner verdoppelte sich in der Verschmelzung mitdem religiösen Zcrwürfnifi. Selbst ein Angriff von Außenkonnte vielleicht eine vorübergehende Annäherung, nie aber einenachhaltige Verbindung bewirken.

Was nun Ridwan und seine Genossen von Aegypten er-warten durften, wird sich aus einem allgemeinen Ueberblick überdie Lage dieses Staates sogleich ergeben: hier ist noch zu er-