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eine eigne Herrschaft gründete. Nachdem Philaret durch Sn-leiman von Nieäa Antiocluen eingedüßt hatte, wurde ihm KoghNasil unbedingt überlegen: er eroberte Mcraasch und uöthigteden dortigen Patriarchen sechs Monate nach dessen Einsetzungzur Abdankung. Bald darauf, 1091, wurde auch der Patriarchvon Honi durch einen Neffen Vikajasars vollkommen beseitigt.
Ans diesem Treiben hatte sich nun 1097 bei der Annähe-rung der Kreuzfahrer folgender Zustand der Dinge entwickelt 34 ).Fünf Districtc dicsseit des Euphrat sehen wir mit armenischenEinwandrern erfüllt, die Lage derselben aber nach den Umstan-den auf das Verschiedenste gestaltet. Das erste Armenien, mitdem Hauptort Cäsaren, wo Kakig II. einst seinen Sitz gehabt,war dnrck dessen Gefolge durchaus eingenommen worden. Er-fahren wir auch nicht von einzelnen, besonders angesehenenFürsten, so findet sich doch noch weniger eine Spur von grie-chischer oder saracenischcr Herrschaft.
Dagegen war das zweite Armenien — Scbastc — 1080von den Griechen besetzt, dann aber an die Scldschukcn verlorenworden; jetzt herrschte dort Kameschtckin Jbn Danischmcnd, einkräftiger aber milder Regent, später den Franken ein höchstbedeutender Gegner. Das dritte Armenien — HauptstadtMelitcnc — wurde von Gabriel noch für Kaiser Alcrius be-hauptet.
Untcrdcß hatte auch die ehemalige Provinz Eommagcne,jetzt das Enphratcsc genannt, armenische Bevölkerung erhalten.Neben den türkischen Herrschaften zn Tellbascher und Ravcndanfinden wir zn Gargara einen armenischen Fürsten Constantin;in Mcraasch regierte dann Kogh Vasil und erstreckte seinenEinfluß bis tief nach Eilicien hinein.
Hier in Eilicien hatte nun der Sohn Rubens, Constantin,seit 1095 die Anfänge seines Vaters mit Glück und Eifer fort-gesetzt. Mehrmals besiegte er die Griechen und war im Stande,seine Residenz aus dem Gebirge nach Vagha bei Tarsus zu
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