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mit Gewandtheit und Glück herbeizuführcn. Wie wir erwähn-ten, füllte sich das Land von Woche zu Woche initSchaaren vonPilgern, die den Aufbruch der größer» Heere nicht hatten er-warten wollen. Hier an der Sccküstc, an der Grenze des hei-inathlichcn Bodens mochten sic zaudern oder durch änßcrc Um-stande anfgchaltcn werden; mit ihnen begann Boemund zu un-terhandeln und wußte manche zu seiner Hccrcsfolgc zu bewe-gen 76 ).
Dies war der erste Schritt; zn einem zweiten bot sich gleichnachher der günstigste Anlaß. In jenen Tagen nahm dasKreuz Tancrcd, Sohn Odos und Emmas, der Schwester Ro-bert Guiscards, demnach Boemnnds Retter 77), eine der merk-würdigsten und am schärfsten ausgeprägten Naturen diesesKrcuzzugs. Auf den ersten Blick erkennt man, daß er kriegerischwar wie diese Fürsten sämmtlich, listig wie alle seine Lands-leute und habsüchtig wie mir irgend ein Mensch. Näher aberbezeichnet ihn eine brennende Ehrbegier, die er nicht zur Schauträgt, die aber jeden seiner Schritte beseelt. Er dürstet, sagtNadnlf, nicht von sich zu reden, aber von sich reden zu machen,er verlangt nach Hunger und Anstrengung, wie andre Menschennach Uebcrslnß, Wohlleben und Ruhe. Dieser Ehrgeiz ist vonder bestimmtesten Art, nicht gerade auf Feldhcrrnrnhm undMacht, sondern auf die Auszeichnung seines Selbst, auf einenhöchst persönlichen Ruhm gerichtet. Nicht die Schlacht, sonderndas Abenteuer ist sein Feld, er sucht sich das ganz Besondere,Seltsame, von niemand Gcahncte. Da ist denn sein Eifer,seine Rastlosigkeit unendlich, stets ist er im Bvrtrab, an derausgesctztestcn Stelle, die große Straße vermeidend wo er kann,unermüdlich weiß er den Feind ans Nacht und Einöden Heraus-
habe 7600 M. versammelt; mir scheint deutlich, daß dies auf seineursprüngliche Macht zu bezichn ist.
76) (Inulrecl sslntat. IV. 29.
77) Nach Radulfs Angabe. Die andern Quellen nennen ihn dessen Nef-fen. Schlosser sagt ganz richtig, der Punkt sei nicht weiter zn , bringen.