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mach, zwischen zwei Brüdern von unruhigerer und festerer Artals er selbst, nm sich her einen Adel, roh nnd gewaltthätig,den er weder z» gewinnen, noch zn schrecken verstand; er selbstzwar tapfer aber schwach, nicht ohne Verstand aber ohneEonseqncnz, voller Herzcnsgüte aber unglücklich, sic stets amfalschen Orte zn zeigen. König Wilhelm besaß damals über20 Schlösser in der Normandie, Heinrich behauptete Domfront;durch einen großen Theil des Adels unterstützt, hausten sic indem Hcrzogthuin nach Belieben. Das Land litt unendlich, dieGroßen standen in fortdauerndem Kampfe untereinander undgegen Robert, Mord und Raub ging von einer Grenze zur an-dern. Wahrhaftig, sagt Orderich, nur harte Herrschaft haltdiese Normannen in Ordnung; ohne die wachst ihr Ehrgeiz,bis er Treu und Glauben vergißt; das haben die Franzosen,die Wandrer, das haben ihre Nachbarn alle, und die Angel-sachsen bis zur Vernichtung gefühlt ss). Herzog Robert warmehr davon überzeugt als jeder Andere, von keiner Seite herwußte er sich Hülfe: da vernahm er von dem Aufruf des Pap-stes und beschloß auf den Rath einiger Geistlichen den Krenzziiganzutrcten. Zwar fehlte es ihm, der weder zu erwerben noch zusparen verstand, an Gelde; doch wußte er bald Rath nnd Aus-kunft. Sein ganzes Land, dessen Besitz ihm die stete Anfech-tung der Brüder zngczogen, verpfändete er dem Könige für10000 Mark — 6666 Pfund — Silber, eine Maaßregel, ebensoverschwenderisch im Moment, als unbesonnen für die Zukunft.Wilhelm raffte das Geld auf jede Weise zusammen, und nahmim September 1096 Besitz von dem erwünschten Untcrpfandc.Unmittelbar nachher brach Robert auf, eine zahlreiche Mengenormannischer und englischer Großen in seinem Gefolge 50).
Schon im Februar desselben Jahres hatte zu Paris einebedeutende Versammlung französischer Edlen Statt gefunden;
55) Orst. Vit. l>. 722, vgl. I>. 683. 685. 760.
56) Deren vollständigste Aufzählung gibt Orderich p. 724. Vgl. Lappen-berg z,. 219-