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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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dcrgclegt, )änunerlich ermordet r?). Wir sehen die deutlich ans-gesprochnc Absicht, dir Ungarn als den schnldigcn Thcil erschei-nen zn lassen: ein stattliches, friedlich dahinzicbcndcs Heer wirdum einiger Ucbclthätcr willen feige gransam und hinterlistigvernichtet. Ein einzelner Punkt, der bei der Untersuchung die-ses Berichts sonderbar auffällt ist der, daß die angegebne Hand-lung zugleich in Moson und Belgrad also an den entgegen-gesetzten Enden des Reiches vorfallt, und schon hierin zeigt sich,daß Albert ohne irgend eine Kenntniß der beiden Orte nachverwirrten Nachrichten seine Erzählung zusammensetzt; nach Be-richten, deren Ursprung er uns auch angibt, von Flüchtlingenaus der unglücklichen Schaar selbst. Daraus erklärt sieb so-gleich das vortheilhafte Licht, in welchem Gottschalk auftritt,nnd ich glaube nicht, daß man Leute dieser Art gegen die Um-sicht und Ruhe Ekkehards geltend machen wird.

Nach diesem war aber Folgendes der Hergang des Ereig-nisses 38 ). Gottschalk bczeichnctc seinen Weg durch Franken,Baiern und Oestrcich mit gleichen Verwüstungen, wie sic Volk-mar in Böhmen geübt hatte. Er kam bis an die »ngriscbeGrenze und mochte hier durch die Nachricht von VolkmarsUnglück zu einem vorläufigen Einhalten bestimmt werden. SeinHansen befestigte sich in irgend einer Stadt nicht weit von derGrenze; cs mag sein, daß Albert den richtigen Namen anfbcwahrthat. Iudeß verhielten sie sich nicht ruhig nnd durchstreifte» sen-gend nnd brennend die Umgegend, so daß die Besatzung Mosonsnatürlich geschwächt wurde. Hier blieb denn die Rache nichtlange aus; der Ort ging bei einem unvcrmutheten Angriff derUngarn ohne besondere Verthcidigung über und das Schicksalder Pilger wurde mit einem Schlage entschieden. Tod, Gefan-genschaft oder schimpfliche Flucht war das Loos des gcsammtcnHeeres.

37) IsKüeU. hakte zuerst offenbar dieselbe Nachricht erhalten, wie inan ausdem cstir»,,. 8axo und Llirvu. ba-n» ersieht: sie seien l!u>» I»aius-§»nin arinis nmgckoniinen. Daß er die Nachricht hatte und sie svaterausmcrztc, ist der stärkste Beweis für ihre Nichtigkeit.

38) IÜIN.N. I. c.