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hier die Juden angcsallen und znm größten Theile erschlugen 31).Es wnr natürlich, daß das Gerücht ihrer Thntcn den Pilgernvoransging: König Kalmani von Ungarn, ein tüchtiger Regentvoll guten Sinns nnd Energie, traf ans der Stelle seine Gcgen-maafiregcln. Eine starke Truppcnabthcilnng deckte die bedrohteGrenze und traf bei Nura den ordnnngslos fortzichcndcn Schwarm.Langes Unterhandeln und Vertragen war hier nicht denkbar,binnen kurzem kam cö zu offnem Kampfe, in dem die Pilgerunterlagen, und weitaus die meisten in Tod und Gefangenschaftgcriethen. Der Nest staubte auseinander, jetzt in Schreckenund Entsetzen ebenso »maßlos, wie in ihrer Wildheit vorher:sie erzählten, nur ein Kreuz vom Himmel her über ihren Häup-tern erscheinend habe sie aus dem schrecklichsten Tode errettet 3s).
Gottschalk, der nach ihnen sein Heil versuchte, fand nachgleichem Verdienste ein gleiches Ende, dessen nähern Umständeindes; besonders zu erörtern sind. Die gewöhnliche Ansicht istaus den Berichten Ekkehards und Albcrts zusammengesetzt, hataber dadurch beide entstellt, ohne für sich einen fester» Grundgewinnen zu können. Albert rechnet nämlich, wie man deutlichsicht, Gottschalks Schaar in keiner Weise zu diesen aller Ord-nung feindlichen Haufen 3ü): er sagt, etwa 15000 Mannstark an Reiterei und Fußvolk, mit unaussprechlichem Geldc nndallem Nothwcndigcn wohl vcrschn, sei man friedlich bis Un-garn gelangt: dort, bei Meßbnrg (Moson) gut ausgenommen,habe man einige Tage in Frieden gelebt, bis Baicrn nnd Schwa-ben, stets reizbar und durch Trunk noch gesteigert, zuerst Unord-nungen, dann Plünderung, darauf bei wachsendem Widerstandoffnen Kampf, zuletzt die gräßlichsten Grausamkeiten begonnenhätten. König Kalmani, nachdem er sein Heer schleunig ver-sammelt, habe die Pilger, die auf ihrer Hut gewesen, durchFriedensverhandlnngen getäuscht, dann, als sie die Waffen nic-
-44) Cosinus I'rn!-. !>. c>
45) litleoii. 519. Die übrigen Autoren übergehen die ganze Unternch->nnng, wie sie auch bei Wilken fehlt.
46) I>. 194.