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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Händen des Papstes überliefert wurde; aber gerade in diesemAugenblick hatteil sie, wie wir sahen, durchaus nicht die Ma-jorität, in Deutschland so wenig wie in Italien, auf welchesLand übrigens Ekkehards Behauptung ebenso wie ans Deutsch-land anwendbar sein müßte. Die größte Mehrzahl der Deut-schen, so viel kann wohl keinem Zweifel unterliegen, hielt sichin thcilnahmloser Gleichgültigkeit bei dem Kampfe zwischenKaiser und Papst. So stand es mit dem hierarchischen Mo-tiv, was die andern bewegenden Triebe angeht, so ist so-gleich znzugcben, daß an der ascctischcn Richtung die Deutschennach dem uralten Gepräge unsrer Nation im Vergleich mit denromanischen Völkern nur sehr schwachen Antheil nahmen. Wirhoben ferner den Einfluß der Normannen hervor, die Lust zuAbenteuern, die sie in dem ganzen Abendlande erweckten unddie religiöse Färbung, welche diese in eine Reihe von Sara-ccncnkricgcn bereits erhalten hatten: auch hier ist keine Frage,daß die Deutschen weniger als irgend ein anders Volk von die-sen Einflüssen berührt worden waren. Das Alles scheint Ek-kehards Ansicht durchaus zu bestätigen, und faßt man einmaldie gcsammte Geschichte der Krcnzzügc in einer Ilcbcrsicht zu-sammen, so wird man nicht zweifeln können, Deutschland hatden geringsten Antheil an ihnen genommen, und die Rückwir-kungen, die cs von ihnen erfuhr, gingen sämmtlich ans eineRomanisirnng, also ans eine Verwischung des ursprünglichendeutschen Wesens hin.

Aber, wie gesagt, dies sind fernere Folgen, und hier, wocS uns ans die nächsten ankommt, müssen wir unser Urthcil an-ders fassen. Hatte der langwierige innere Kampf die kirchlicheGesinnung der Einen abgestumpft, so hatte er sie in Andernauch zu unbekannter Höhe gesteigert; zahlreiche Spuren derAskese, wenn auch nicht so zahllos wie bei den Romanen, gabcs auch hier, und was sonst die Normannen und die Züge nachAfrika und Spanien, eine wilde Neigung zu kriegerischem Trei-ben, hatten hier die lang dauernden Bürgerkriege geschaffen.So kann cs uns nicht Wunder nehmen, die ersten Zuckungen,welche der Rede des Papstes folgten, auch durch ganz Deutsch-