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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Schaarcn nicht im Abendlande zu geben. Er wählte dazu Con-stantinopel, unterhandelte näher mit einzelnen Fürsten 110) undüberließ sonst jedem, sich nach Belieben dort einzufinden. NachEntlassung des Coneils verweilte Urban in Frankreich, bis tiefin den Sommer hinein, und hielt, wohin er kam, die Begei-sterung für den Orient lebendig. In Anjou, dann ans einemConcile zu Nimcs ermahnte er zu dem Kreuzzug und aller Or-ten wirkte seine heitere Würde, seine imponirendc Freundlichkeitauf die Menschen hinreißend m). Gegen Ende des Jahrsschrieb er an Kaiser Alerins, zeigte ihm den Aufbruch derHeere an und bat ihn, zu dem gemeinsamen Zwecke hülfrcicheHand zu leisten 112).

Damals schon wenig Monate nach dem Concil zu Clcr-mont war cs deutlich, daß man ein Unternehmen begonnenhatte, welches den Occident in allen Theilcn bewegte. Dieverschiedensten Kreise aller Länder zeigten sich erschüttert: wirhaben hier zunächst die Erscheinungen zu verfolgen, welche füreinen Augenblick die ganze Oberfläche der abendländischen Welt»mzngestalten drohten, und wirklich hier nachhaltigere Wirklin-gen, als im Oriente hervorgcrufcn haben.

383, Schul) für die Güter 6u',I>. >,. 481. lieber das Ganzeaußer den Conciliensammlungcn Ilainart p. 224 ff.

110) L1,r. sto.l. I. c.

111) Höchst bezeichnend ist die von Eadmcr in der vita Lus. anfbewahrkeVergleichung Urbans mit dem Erzbischof von Canterbnry.

112) Itogisu-. birst. kj,. 16. Der Brief ist ohne Datum, aber ans Romgeschrieben; Urban war am 14. Oct. 1096 in Crcmona (Urkunde beiIststnarl. p 273), feierte aber Weihnachten in Rom (steril. !,l> a. 1079).Wann er hingekommcn, ist nicht zn bestimmen.