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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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Gegenstand des Kampfes gehörte der Askese, dem Papste aberdie Einheit und Vollendung desselben an.

Kriegerische R i ch t n n g.

Tein Papste, als er sich zur Predigt des Krcnzzngs ent-schloß, kamen die Völker des Abendlandes durch eine bestimmteRichtung ihres kriegerischen Wesens entgegen, deren Grundlageleichter als die bisher dargestellten Momente erkennbar undfür »ns mit der blosien Angabe allgemeiner Gesichtspunkte fest-zustellen ist. Wir sahen oben, wie die Einheit des Abendlandesalle bisherigen Ausdrncksfvrmcn verloren hatte, eine neue Zeitbahnte sich an, und es konnte nicht fehlen, daß auch auf derweltlichen Seite jene Einheit nene Vertreter aussnchte. Forsclitman aber nach einem Elemente, welches in jenen Jahren alleTheilc des Abendlandes berührte und ihren Bestrebungen einegemeinsame Färbung mittheiltc, so kann man nicht zweifeln,die Normannen als ein solches im ganzen Umfang des Wortesanznerkcnnen. Seit dem 9. Jahrhundert, in dem sie zuerst mitdem karolingiscbcn Reiche in Berührung traten, hatten sie aufDeutschland vielfach gewirkt, in Frankreich sich festgesetzt, Ita-lien mit ihren Colonien und ihrem Einfluß erfüllt, noch vor Kur-zem endlich England völlig eingenommen. JhreStammesgenossendurchstreiften die Meere bis nach Island und Grönland, grün-deten in den weiten Ebenen Osteuropas russische Fürstenthümerund traten von hier aus mit dem griechischen Reiche in unmit-telbare Verbindung. Unter scharfen und gleiche» Formen er-scheinen sie an allen Orten: tapfer und unruhig, gewandt undhabsüchtig verfolgen sie stets dieselben Zwecke; sic behauptenkräftig den Kern ihres Wesens und verstehen mit der mannich-faltigsten Umgebung sich rasch zu verschmelzen. Den vorhandenenFormen des politischen Lebens, dem Verbände des Staates undder Anziehungskraft des Vaterlandes setzen sie sich geradezuentgegen; sic bilden ein Helden- und Fürstenthnm ans, ohnealle Grundlage von Recht und Gesetzlichkeit, nur auf persön-licher Tapferkeit beruhend. Bei der Rastlosigkeit der Einzelnen,