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Mit ähnlichem Verfahren wußte nun Urban die übrigenNationen eine nach der andern zum Gehorsam zn bringen. Crvermied, die feindselige Stellung, die Gregor gegen Philippvon Frankreich behauptet, wieder aufznnchmcn; demnach er-kannte ihn der König 1089 als das rechtmäßige Oberhauptder Kirche an 6 ü), und so wenig er selbst zn bedeuten hatte, sowar doch hier auch das Land entschieden derselben Meinung.In demselben Jahre übergab Urban dem Erzbischof Bernhardvon Toledo das Pallium, der seitdem die spanische Kirche cin-richtete, wie er nach unbeschränkter eigner Ehrfurcht gegen Romsie sich dachte. Der Ansprüche Gregors auf Oberhoheit überdas Reich geschah keine Erwähnung weiter; dafür kam es vor,daß man freiwillig eine Stadt, eben den Saraceneu abgcnom-mcn, dem heil. Petrus übertrug 67 ). Bei dem Papste pflegteman in kirchlichen Streitigkeiten sein Recht zn suchen os), KönigAlfons VI. endlich schaffte trotz vielfachen Widerstandes die go-thischc Liturgie im Jahre 1090 für immer ab c> 9 ).
Wir sahen, wie in England sich Lanfrank von Rom odervielmehr von Gregor absondcrte, nach seinem Tode sagte sichWilhelm Rufns von beiden kirchlichen Parteien los, ließLanfranks Stelle unbesetzt und verwandte die Kircheugütcr zuweltlichen Zwecken w). Er sagte: denkt nicht einen Erzbischofzu erhalten neben mir. Trotz dem ernannte er 1093 in schwe-rer Krankheit vom Gewissen gerührt Anselm den Abt zu Bcc;dieser, nachdem er sich lauge geweigert, forderte dann unbedingteAnerkennung Urban I> und Vernichtung des weltlichen Einflns-
66) NornolO ,i<l a. 1689.
67) Tarragvn im Jahr >090. Die Urkunde bei N.iron. !I>I. 3, >091.
68) So bei dem Streite zwischen Ansona und Narbonne. tblsrcnacl r>. 1089. ?a^i nN n. >09>.
69) Näheres bei Aschbach Atnioravidcn Buch I>.
70) Lsllmer Iiikt. novornm p, 34 ff