sich in den meisten Fällen, einzelne Notizen der einen Quelledem Inhalte der andern hinznznfügcn, unbekümmert, ob diesernicht durch den Fortgang solcher eingcworfenen Fragmente so-gleich widerlegt würde. Wundert man sich etwa a» andernStellen, daß die erdichteten Reden bei dem Mönche Robertwie urkundliche Quellen benutzt werden bi >, daß von Baldrichund Guibcrt zu hundert Malen, von Tudcbod sehr selten undvon den Gesten fast niemals die Rede ist, so hört doch alleVerwunderung aus, wenn aus ändert In'sloiro «16 In ecmgnöloclv Wrusnlom die Beschreibung des Concils wie ans einergleichzeitigen Chronik, und das Einsegnnngsritnal aus dem Pon-tificalc Romanum wie eine Formel ans dem Jahre 1095 ge-geben wird bü). Uebcr Raimund von Toulouse findet man die,so viel ich weiß, von Mariana zuerst erzählte Nachricht, er habezum Lohne tapferer Thatcn von König Alfons die Hand Elvi-rens erhalten; das sei wohl bezweifelt, aber durch die Iiistoiro«Io tzanAuoüao vollkommen gerettet worden. Einer Untersuchungder Quellen hat sich Michand nicht unterzogen, aber auch nichteinmal bemerkt, daß gerade Dom Vaifsctte den Mangel gleich-zeitiger Nachrichten hcrvorhcbt und sich nur auf Rodcrich vonToledo (freilich auch mit Unrecht) S3) stützt. Aus einer Reiheähnlicher Bemerkungen erwähne ich nur noch ein Beispiel, weiles, worauf hier mehr als auf einzelnstehende Unrichtigkeitenankommt, das Verfahren dieses Schriftstellers bei einem Eon-flicte zwischen Sage und Geschichte bezeichnet. Ganz richtigwird nach Albert lind Fulcher der Besuch Bocmnnds und Bal-duins bei Gottfried in Jerusalem erzählt; cs heißt dann weiter,der letztere habe die Abrcisenden bis Jericho geleitet, sei dannnach seiner Hauptstadt zurückgckehrt und hier vor den versam-melten Baronen, Bürgern und Suriancn als Gesetzgeber ausge-treten. Kurz es wird das ganze erste Kapitel ans den Assisscn
61) Vol. I. p. 298. 62) Il>KI, p. 99. 126.
6,1) Denn Rokerich berichtet a» ker Mieten Stelle nur die Heiralh, nichtdie Siege, die te» Grusen zum Schwiegersöhne empfehlen hahen sollen.