tiz über Gottfrieds Dcmnth am heiligen Grabe; eigene Feh-ler Platinas sind in ansehnlicher Zahl vorhanden; einzelne der-selben hat er mit dem vorher genannten Schriftsteller gemein is).Der Styl ist etwas gebildeter, als der des Blvndns und dasGanze bei größerer Kürze anspruchsloser. Doch bleibt die all-gemeine Richtung völlig dieselbe, das religiöse Verdienst desZuges bildet den Mittelpunkt, aber weder Peter des Eremi-ten und seiner Vision, noch der mystischen oder menschlichenTrefflichkeit des Herzog Gottfried geschieht besondere Er-wähnung.
Fassen wir das zusammen, so sehn wir die Ansicht derQuellen freilich verkümmert genug, aber doch noch lebendig undverbreitet bis zu dem Ende des 15. Jahrhunderts. Ekkehardund Sigebcrt fanden wir am häufigsten, die Nachrichten derGesten meist nur mittelbar in Baldrichs oder Roberts Bear-beitungen, in dem Letztem pflanzen sich Theile der mündlichenUeberliefcrnng zugleich fort. Wilhelm von Tyrus wird hierund da hcrangczogcn, doch ist seine Benutzung nur fragmenta-risch und ohne Einfluß auf eine allgemeinere Anschauung. Uebcr-hanpt verschwindet die letztere fast ganz in der annalistlschenKürze oder der unbeholfenen Ausdrnckswcise dieser Schriftstel-ler. Beinahe der einzige noch sichtbare Gedanke von weitererBedeutung ist die Anerkennung des Papstes als Urheber derallgemeinen religiösen Kraft als vollführcndcn Momentes.
Gleichzeitig fand eine andre völlig entgegengesetzte Seiteeine nicht minder eifrige Theilnahmc und Beförderung. Icherwähnte oben bereits, wie die Sage des Krcuzzugs, anfangsin den weiten Kreisen unbewußten, nationalen Erschaffens gc-
zwciselhaft sein. Robert ist zu erkennen in -er Art, wie Hugo undGottfried bei Donstanm gefeiert werben, wie Pyrrhns Boemunbs Treff-lichkeit bewundert:c.
15) Die Angabe, daß Gottfried und sein Bruder Balduin zuerst in Jeru-salem eingetrungcn seien.