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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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benutzt hatte. Nachrichten dieser Art hat er also hier ans an-dern Gründen nicht cinziehcn wollen; es scheint mir am Ein-fachsten, die Erklärung des Umstandes in einer Abneigung zusuchen, Kunde so völlig verschiedener Art zu einem Ganzen zu-sammenznschmelzcn. Freilich spräche sich darin kein sehr hoherBegriff von kritischem Vermögen aus; aber gerade dies Unge-schick zeigt doch das Bewußtsein und den Wunsch ciner wissen-schaftlichen Thätigkcit. So führt auch der Tadel auf denGrundcharakter des Werkes zurück, welches im Vergleich mitden früher erwähnten Schriften auf völlig verändertem Bodenerwachsen ist. Es bildet ein abgeschlossenes Ganzes, mit festerEinheit des Gedankens, der selbstthätig sich den Stoff erwähltund seine Formen erschaffen hat.

Persönliche Richtung Wilhelms.

Wilhelm wiederholt nach der erwähnten Einleitung Ful-chcrs Darstellung von dem Zustand des Abendlandes. Hier trittnun sogleich hervor, wie er die Angaben seines Gewährsman-nes erweitert; wie dieser das Treiben der Raubritter, die Ver-wüstung fruchtbarer Ländereien, die Bedrückung der Wehrlosenund Armen beklagt, wie Wilhelm dagegen ans denselben Zü-gen ein Bild allgemeiner Versunkenheit, nicht der Rohheit allein,sondern der rechten Sünde erschafft 26). Fulchcr steht mittenin diesem Elend, auf allen Seiten davon ergriffen und be-rührt ; ihm ist das Eintreten des Krcnzzugs als Heilmitteldagegen eine selbst erlebte Thatsache, ein göttliches Wunder iinstrengsten Sinne des Worts. Wilhelm hat die geschichtlicheAnsicht, daß die Kreuzfahrt sittliche Besserung bewirkt habe;aber indem er Fulchers Angaben allgemeiner faßt, gibt er demKrcnzzng eine irdische Grundlage, und setzt an die Stelle desWunders eine unbestimmte göttliche Vorsehung. Nicht in dasTreiben einzelner Sünder greift Gott selbstthätig und heilend ein,sondern aus dem Zustand eines Erdthcilö entspringt eine wclt-

26) l'uNI,!?!' ji. 381. 383. ^Vitl. I. 8. 16.