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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Wohl wird man bald überzeugt, daß der eben gerügteMangel eher eine Anönahmc als eine Folge seines sonstigenVerfahrens ist. Die Genauigkeit auch in den Bericht überdas kleinste Ereigniß, wie wir sic nach seinem Flciße erwartendurften, wird gerade durch die morgenländischcn Quellen amAuffallendsten bestätigt. Die letzter» sind meistens ausführlicherund manches Mal anekdotenhaft; es kommt ihnen nur auf dieeinzelne Thatsachc an, mit der sie sich gerade beschäftigen, höch-stens daß eine ganz allgemeine Anschauung, etwa der Glau-bcnscifer Nnrcddius oder Saladins zuweilen ausgesprochenwird 23). Wilhelm dagegen hat stets sein Ganzes im Sinne mehrmals bricht er eine Digrcssion ab, weil sie ihn zu weitführe, er unterdrückt der Kürze wegen, die ihm nöthig sei, zahl-reiche Einzelheiten rc. und hält sich ohne Frage bei weitemübersichtlicher, als Kcmaleddin oder Abu Nali an irgend einerStelle. Um so mehr erfreut die gegenseitige Uebcrcinstimmnng,die oft in unbedeutenden Kleinigkeiten erscheint, sehr selten durchpatriotische oder religiöse Befangenheit gestört nnd oft durchihre Ausnahmen am Nachdrücklichsten bekräftigt wird. Manmüßte staunen, wenn Wilhelm über den Zug Saladins nachMosnl weniger schwankende Nachrichten erhalten hätte, manstaunt in hohem Grade, daß er über die ägyptischen Fatimidenbei starken Jrrthümcrn so viel Richtiges beizubriugeu weiß.Noch schlagender sind daun einige Fälle, wo er im Widerspruchmit allen Abendländern eine Erzählung mittheilt, drc sonst nurbei Arabern oder Syrern anzutrcffcn ist; ich bemerke hier dieSchlacht bei Harran unter Balduin I. Regierung, die er ge-gen Radulfs und Alberts Zcugniß fast gleichlautend mit Kc-malcddin erzählt. Die Richtigkeit seiner Wahl beweist sogleichder einzige einheimische Berichterstatter, Matthias Eretz vonEdcssa 24).

23) Davon überzeugt man sich am Leichtesten in den Raimund'scheii Er-cerptc».

24) 3VUI. ssxr. X. 20. Radulf und Albert steh» hier z» ihm in völli-gem Widerspruch über den Anlaß des Kriegs; beide geben von der