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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
Seite
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bers vorhanden sind. Diese Reife und Gleichheit ,des Stylswäre ohne Einheit und Bewußtsein des inner» Standpunktesnicht zu erreichen gewesen.

Treten wir nun näher an das Buch heran, so entdeckenwir die Kraft, den Stoff zn beherrschen, immer deutlicher, jetiefer wir in seine Zusammensetzung cindringcn. Der Nerfasserhat ein klares Auge für eine Grnppirung der Dinge, in derdas Gleichartige maffcnwcis auseinander tritt, in der vor demEingreifen einer zweiten Ursache sammtliche Folgen der erstenanschaulich geworden sind. Gerade bei seinem Gegenständelernen wir den Werth dieses Strebens würdigen: hier, wo vierchristliche und stets wechselnde saracenischc Reiche ihre Händelbald einzeln, bald sich verschlingend vorwärts treiben, wo grie-chische und abendländische Einwirkungen andaucrn und im In-nern vielfach gegliederte Autonomien ihre Interessen verfolgen hier muß der Sinn für Ordnung und Klarheit als daswichtigste Erfordcrniß der Geschichtschreibung erscheinen. Auchwird man Wilhelm in den meisten Fällen das größte Lob nichtversagen können: ihn stört keine neu hinzntrctcndc Verwicklung,er findet die richtige Stelle sie geltend zn machen, ohne dasBild der übrigen zn verwirren. Im vierzehnten Buche z. B.hat er die Händel zn erzählen, welche durch die Ankunft desKaisers Johann in Antiochien hcrvorgcrnfen wurden. DerGegenstand war, wenn irgend einer, vielfach verzweigt; diePersönlichkeit Kalojohanns und des Fürsten Raimund, die po-litische Stellung Antiochiens zn Byzanz, das Verhältnis! Rai-munds zu den eignen Vasallen, kam unmittelbar dabei zurSprache. Nun hatte Johann wie gegen Antiochien so auchgegen Nnrcddin umfassende Plane; König Fulco und der Grafvon Tripolis bethciligtcn sich im Interesse Raimunds und demnnerachtet war es die Niederlage der beiden letzten durch Nnred-din, welche die Absichten des Kaisers zunächst zur Verwirklichungbrachte. Wilhelm erörtert das Alles in umfassender Ausführ-lichkeit, und läßt sich so wenig durch die Zahl seiner Aufgabenschrecken, daß er ohne Bedenken die Verhältnisse des ReichsJerusalem, in so fern sie Einwirkungen erfuhren oder ausübten,