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mit König Amalrich befreundet und als Erzieher des später»Königs Balduin IV. Jetzt schon gebraucht ihn der König z»den wichtigsten Geschäften, so geht er 1168 nach Grieebenland,uni ein Angriffsbündniß gegen Aegypten mit Kaiser Manuelabzuschlicßen. > Persönliche Angelegenheiten führen ihn 1169nach Rom; znrückgekehrt wird er nach dem Tode des Bischofsvon Bethlehem Kanzler des Reichs und im Jahre 1174 Erz-bischof von TyruÜ 2 ). Seitdem steht er, wie natürlieb, unterder Aristokratie des Landes als höchst bedentcndes Mitglied,an allen Verhandlungen von Einfluß nimmt er wirksamen An-theil und erstreckt seine Verbindungen durch alle Stande undGegenden des Reichs. Zeit und Ort seines Todes sind unswieder in Dunkel gehüllt, denn daß die betreffenden NachrichtenHugo Plagons aller Glaubwürdigkeit entbehren, ist kaum nochausdrücklich hcrvorzuheben 3).
Was nun sein Gcschichtswcrk angeht, so war schon um1170 die Idee zu dessen Abfassung in Wilhelm vorhanden.Den Anlaß gab außer eignem Triebe eine Aufforderung KönigAmalrichs, ans dessen Wunsch er bereits eine Geschichte derAraber seit Mnhamcd geschrieben hatte. Zn der letzter» be-nutzte er griechische und arabische Nachrichten, vor Allem dieGeschichte Seiths des Patriarchen von Alcrandricn. Amalrich,wie er der Urheber des Gedankens gewesen, war auch bemühtum Beschaffung des Materials, und gewiß manches Schätzbareist uns mit diesem Buche verloren gegangen. Schwerlich lägeuns in demselben eine von allen Jrrthümcrn freie Kunde vor,wie das Wilhelms erhaltenes Werk beweist; aber auch in die-sem zeigt er eine vollständigere und wissenschaftlichere Kenntnißdes saraccnischcn Wesens, als irgend einer seiner Zeit - undGlaubensgenossen. Es scheint nun, daß er seine Sammlungengegen das Jahr 1182 zu befriedigendem Umfang fortgcführthatte; wenigstens begann er damals die Ausarbeitung, und er-wähnt an mehreren Stellen im ersten und neunzehnten Buche
2) XVill. '!>- XXI. 9.
3) Vgl. Wilkci, III. 2. 261.
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