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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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jedenfalls, sei ihm auch Manches schriftlich zngekommcn, seineBerichte der Art sind, wie man sie aus Briefen oder Gesprä-chen, nicht aber ans Zeugnissen gewinnt, die um bewußt histori-scher Zwecke willen abgelegt oder vernommen werden. Hienachwird, wenn wir verwandte Dinge außerhalb seines Buchs mis-slichen , die Erwähnung mündlicher Ucbcrlieferung das ersteäußere Merkmal für unfern Zweck abgcbcn können; wir wer-den hier zahlreiches Material zusammenbringen, um Boden fürdie weitere Untersuchung zu gewinnen. Von vorn herein hebeich indcß hervor, daß der Gegensatz von Mündlich und Schrift-lich nur als zufällig betrachtet werden kann: wenn cs gelingensoll eine innere Einheit dieser Uebcrlicferung nachzuweisen, somuß der Grund derselben nicht bloß in einer äußerlichen Ent-stchnngsart, sondern in der Geistesrichtnng ihrer Vertreter ge-funden werden. Ich glaube sogar an manchen Punkten dar-thnn zu können, wie hier mündliche und schriftliche Mitthci-lung unmittelbar znsammenfällt, und gönne diesen Bemerkungenum so lieber hier eine Stelle, als sic die erstaunliche Mengesolcher Berichte in etwa erklärlich machen.

Guibert erwähnt Fulchers Geschichte, um eine scharfe undziemlich grundlose Kritik darüber zu verhangen. Er sagt sa):bulclwrimn guaostmn — sonlwo sarmono kullisM comporiinu8;etwas weiter fährt er fort: stioilur, in sui ni 1'nIIor opusoulirokorro prineipio elo. Hienach ist doch nicht daran zu den-ken, daß er das Buch selbst vor sich gehabt, daß er überhauptnach schriftlicher Belehrung genrtheilt habe. Wie sonderbarfällt cs dann auf, daß er gleich nachher die weitläufige Ge-schichte eines Wunders fast wörtlich nach Fulcher mitthcilt,eine Benutzung, die schlechterdings nicht auf mündlichen Nach-richten beruhen kann.

Wilhelm von Tyrus ferner schreibt die erste Hälfte seines

54) ?. 552. Fulchers Buch reicht bis 1127 (1124 in andern Ausgaben).Die Stelle Guiberts ist zwischen 1108 und 1110 geschrieben; schonin diesem Zeitverhältniß liegt ein starker Beweis für die anzuführendeSuppvsitirn.