Wissenschaft kann nichts benutzen, waS sich nicht den erstenGesetzen des Seins und Denkens unterwirft. Und hier mußvon Albert gesagt werden, daß seine Darstellung weder in dereinen noch in der andern Hinsicht ausreicht, daß er weder füräußere Verbindung noch für innen: Zusammenhang der That-sachcn Sorgfalt und Aufmerksamkeit vcrräth. Dieselbe Unbe-fangenheit, die seinem darstellenden Talente zu Gute kommt,führt ihn bei der Redaktion des Buches über die ärgsten Wider-sprüche sorglos hinweg und nur der Zufall scheint darüber ent-schieden zu haben, ob die einzelnen Berichte zu einander passenoder sich wesentlich ansschlicßen. Für eine Rücksicht dieser Arthat Albert einmal das Auge nicht; an hundert Stellen trittdieser Mangel zu Tage und cs verlohnt sich der Mühe, einigedavon naher hcranszuheben.
Irgend wer hat ihm die Nachricht mitgcthcilt, GottschalksSchwarm habe bei Meßburg solche Grausamkeiten verübt, daßKönig Kalman: auf der Stelle zur Rache hcrangceilt sei. EinAndrer mag ihm erzählt haben, bei Belgrad sei dann das Heerder Pilger vernichtet worden. Albert setzt daraus zusammen:-die Pilger bei Meßburg nmherschweifend sammelcn sich ansdie Nachricht von Kalmani's Ankunft bei Belgrad. Er denktnicht etwa an einen Marsch durch ganz Ungarn hindurch: diebeiden Orte fallen ihm gänzlich zusammen,9).
Ebenso lag ihm die Nachricht vor, Kaiser Alcrins undGottfried hätten bis tief in den Januar 1097 hinein Krieg ge-führt und Weihnachten nur aus Ehrfurcht vor dem hohen Fest-tage in Frieden verbracht 20). Er verbindet das ganz unbefan-gen mit einer zweiten Notiz, der Kaiser habe die Lothringervon Weihnachten an, wo man Frieden geschlossen, bis Pfingstentäglich beschenkt 21).
19) I. 24. Die Pilger Hause» bei Mcßburg zerstreut. 25: inax exer-citus 6oilescalci tain cruilele rsgis inanilatui» -ist internecio-»kl» norm» intelligentes, signis intoniieriint s>er iinivvrsns sk>-cietates et in cainpo Nelegrave secns oratorini» 8. lviartlni cvn-glvdati suut.
2V) II. 10 ff.
21) II. 16.
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