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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
Seite
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zeigt sich ebenso nnverholen bei Freude und Entzücken und istvöllig hingerissen, wo eine überirdische Erscheinung sichtbarlichin seine Kreise hineinzntreten scheint. Als die Spitze der hei-ligen Lanze über die Erde hcrvorragte, sagt er, da sprangich, Raimund der Eaplan hinzu, sic zu küssen A>). Die Er-zählung spaterer Visionen nimmt dann etwa ein Viertel desganzen Buches ein 27 ). Mit einem Worte, er zeigt überalleine tüchtige, aber gemeine Natur, die gewaltsam durch einengroße» Impuls ans ein außerordentliches Ziel hingeworfcn wird.Die Gesinnung seines Buches würde sehr bald Uebcrdruß er-regen, wenn sie nicht so ganz unverfälscht, so ächt persönlich wäre.

Man sieht hieraus, daß auf seine Urtheilc nur in festbc-dingter Weise etwas zu geben ist: indeß kann man ihm fol-gen, wenn man ihn einmal erkannt hat. Höchst zuverlässig ister aber über einzelne Thatsachen, die er in ihrem strengstenGehalte anführt; er hat ein reiches Detail und nirgendwo eineAnekdote. Nur einzelnstehende, an sich unbedeutende Dingewüßte ich anzugcben, bei denen man von ihm abzuweichen gc-nöthigt wäre: andrerseits hat er über die wichtigsten Vorgängeganz ausschließliche Notizen und muß den übrigen Berichterstat-tern gegenüber als leitende Duelle dienen. Ich nenne nur we-nige Stellen, in denen seine Darstellung zur Berichtigung desEreignisses wesentlich ist: p. 141 über das Gefecht mit KilidschArslan vor Nieäa, p. 143 über die Umlagcrnng Antiochiens,p. 144 ff. über die Chronologie dieser Belagerung, vor Allemendlich p. 160 ff. über den Hader zwischen Bocmund und demGrafen von Toulouse. Mit der gleich zu nennenden Schrift,den Keslis brnneorum, ist er überall in der vollkommenstenHarmonie: ich finde nur wenig abweichende Punkte, stets be-sondere Dinge betreffend und ohne Einfluß auf die allgemeineAnsicht der Begebenheit. Uebrigcns sind beide Bücher von ein-ander völlig unabhängig, so oft man auch aus ihrer Ucber-einstimmung auf gemeinsamen Ursprung geschlossen hat, so sehr

26) 152.

27) Neun bis zehn Folioseiten in ber Bongars'schen Ausgabe.

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