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Flchn um Hülfe: kommt herüber, ihr Gläubigen, kommt her-über, wo mir zwei Menschen in einem Hause sind, komme einerzum heiligen Grabe.
II. Raimund von Agiles w).
In dem Gefolge des Grafen von Toulouse und des Bi-schofs von Puy zogen zwei Männer zum heiligen Grabe, dereine, ein mannhafter, allgemein geachteter Ritter, der andre,ein Cleriker von guter, wenn auch ungebildeter Natur, beidemiteinander in enger Freundschaft verbunden 17). Dem Ritter,Pontius, Herrn von Baladnn, lag es am Herzen, daß so großeDinge der Vergessenheit entgehn sollten: er drang fortdauerndin seinen Freund, was sie in der Schlacht vollbrächten, inder Ruhe der Quartiere aufznzeichnen, allen Gläubigen, beson-ders ihrem Freunde, dem Bischof von Vivars, zur Belehrungund Anregung. Der Andre, Raimund, war leicht dazu bewo-gen; er schrieb auf, was er sah, tagtäglich, ohne Unterbre-chung, stets unter Bcirath und Aufmunterung des Freundes,bis dieser vor dem Schlosse Arkas einen rühmlichen Tod imKampfe fand. Doch ließ er deshalb von dem gemeinsam be-gonnenen Werke nicht ab; er sagte: cs starb mein Thcuersterim Herrn, aber die Liebe stirbt nicht und in der Liebe will ichdas Werk vollenden; helfe mir Gott,8).
Raimund erhielt erst auf dem Zuge die priestcrliche Wei-he w), trat dann aber bald in die nächste Umgebung des Bi-schofs und Grafen. Er war bei der Ausgrabung der heiligen
16) So gibt Bongars dm Namen; in prass, erwähnt er eine Lesart 6s^r^uilliers. In Handschriften findet sich 6s /cgilles und 6e tlgni-lers (Pertz Archiv VII. p. 56. 61. 81). Ich finde nirgendwo einenähere Nachwcisung, worauf er sich beziehe.
17) Die Nachrichten über Pontius hat Bongars in seiner Vorrede zusam-inengestellt.
18) Diese Data ergeben sich theils aus der prass des Buches, theils ausp. 163. Jene ist noch von Pontius »litgeschricbcn.
19) x. 163.