Ganzen auf mündlichen Mittheilungen beruht, dann mußtecs ein ungünstiges Vorurtheil für Alberts Glaubwürdig-keit erwecken, daß die so ausgezeichneten Stellen sammt-lich die unwahrscheinlichsten und fabelhaftesten Dinge ent-halten. Hierauf machte Ranke auf den Ton der ganzenDarstellung aufmerksam, und erörterte an einzelnen Stel-len den Gegensatz zu der Diction des Wilhelm von Ty-rus; die Färbung des Einen wurde als eine eben sopoetische, wie des Andern als eine rhetorische aner-kannt. An diesem Punkte wurde die Untersuchung, ander-weitiger Arbeiten wegen, abgebrochen; doch war schonvon hieraus klar, daß nicht so unbedingt, wie es gewöhn-lich geschieht, Alberts Erzählung als leitende und entschei-dende Quelle betrachtet werden kann, daß vielmehr einekritisch begründete Geschichte des Kreuzzugs von den Be-richten der Augenzeugen, den Gesten, Raimund und Ful-cher, wenigstens ausgehn muß.
Ein Kundiger erkennt nach diesen Angaben leicht,wie viel für eine solche kritische Begründung hiermit be-reits geleistet war, und was für eine weitere Forschungnoch zurückblieb. Meinerseits erfreut es mich doppelt,dem verehrten Lehrer, wie für die Kunde von demDasein der Aufgabe, ebenso in dem Fortgang der Arbeitfür die freundlichste und ergiebigste Unterstützung 'michverpflichtet zu sehn. Mehreren Theilen dieses Buches istseine Beurthcilung wesentlich zu Gute gekommen; ichwüßte mir keinen nähern und lieberen Wunsch, als daßer die Theilnahmc, die er dem Entstehenden so reichlichzugewandt, nun auch dem Fertigen nicht entzieh« möge.
Was über dieses Entstehn sonst noch anzngebenwäre, beschrankt sich beinahe auf eine Reihe von Ncga-