§, 369, Die katholische Kirche in Italien.
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friedigten Bedürfnisse des Landvolkes kennen. Daher stiftete er mir Bewil-ligung Clemens XU. die Congregatio» „zum allerheiligsten Erlöser"(1732), einen Verein von Weltgeistlichcn zur eifrigen Nachfolge Jesu undzum Unterricht des Volkes und der Jugend; die Regel wurde am 21. Juli1742 vollständig festgesetzt'). Obwohl die unverdrossene Thätigkeit vonder edlen Richtung und den reinen Absichten dieser Redemptoristen (Liguo-rianer) zeugte, so waren sie doch gehässigen Vorurthcilen auSgesetzt, da manin ihnen eine Abart von Jesuiten erkennen wollte. Ihre Missionen eröffnctegewöhnlich eine Predigt, welche den Zweck derselben auseinandersetzte, unddie Stadt- oder Landbewohner zur fleißigen Thcilnahme an den gottesdienst-lichen Handlungen der Missionäre aufforderte. Jeden Morgen wurde einkurzer Vortrag, sedcn Abend eine ausführliche Predigt von einem beredtenund begeisterten Missionär gehalten. Der Inhalt war nach dem Gange derererritia rgnri'tiinlig von Ignatius: des Menschen Bestimmung, Sündenfallund Gottes Strafgerechtigkeit; die folgenden Predigten handelten von derBarmherzigkeit Gottes in Christo, dessen Erlösung, von der Nothwendigkeitund den Früchten der Buße, vom Gebrauche der heil. Sacramcnte u. A. DieSchlnßpredigt forderte eindringlich und herzlich zur Ausdauer auf. SelbstAngesehene und Beamte unterzogen sich nach Anleitung der Redemptoristendem Unterrichte des Volks und der Kinder. Neben solchen Bemühungen übteLiguori als Bischof von St. Agatha de Goti (Neapel) die größte Un-eigenuützigkeit, so daß sein freudiges gvttbcgeisterteS Wirken (ff I.Aug. 1787)bis auf den heutigen Tag in dankbarem Andenken geblieben ist. Wurde erja auch in neuerer Zeit durch seine za h lr ci ch cn S ch r i ften für Unzähligeein geistlicher Führer'). Gregor XVl. erhob den Stifter dieser in Liebetbätigen Congregation unter die Heiligen (1839).
Bei allem Diangel an äußerer Anregung fehlte cs auch in Italien nichtan Gelehrten selbst von europäischem Rufe. Den ina, Professor in Turin,gab eine brauchbare Einleitung zum theologischen Studium heraus. MehrerePäpste zeichneten sich als Dichter aus, dcft größten Ruhm als Schriftstellererlangte aber Benedict X!V.^). Der von ihm besonders begünstigteMuratvri*), ein Mann von stupender Gelehrsamkeit, verfaßte nicht alleinweitbvolle historische Werke, sondern hat auch mit Rücksicht auf die allzuschroffe Polemik der Theologen der vergangenen Zeit zu einer gemäßigten,würde- und einsichtsvollen Behandlung theologischer Gegenstände anfgefor-dert. Der Cardinal Bona (ff 1674) schrieb geschätzte Werke über Liturgie
>i Constitution u. Regel deutsch in der Sion 1842. Januarheft. Nr. 7 ff
2) Oallexiano oaugdsta dolle cg>ere di 8t. Xlglwn. blaria do lü-ruari. bkon-
?.a 839 eg. 88 Val. 12 Opers eainidote (oxeluL. mara7/i>). Vener.
833 sg. 80 Val. a. d. Jtal. übers, von HugucS. Regcnsb. 842—47. in dreiScctiencn: asketische, dogmatische u. moralische Werke. Ideologin mo-ralie in vielen Ausg. am besten eura 7; 7>7/e7,. //«///§, Vle, dünne 6t kdognnt.845 — 46. IO 77 12. Homo npostolieuL 8. Praxis et instrnetin contdLsnriorumblaxinn. 842. deutsch Regcnsb. 841. Aachen 842.
3) Vgl. oben S. 926. Note 1. Vorzüglichste Werke: äs deatikear. ot inno-MLMivne Lanetor.; de LNeritieio mir-nse: do t'estis Odristi ei hlariae, besond.üe Lzaiudv Oiaei SLana. oft herausg. bleedl. 823.
4> Lcripwres rer. It:>I. — .Vntignitates Ital. med. aevi. — däturgia KainauaretuL. Von. 728. 2 1- t. I>o nmdorÄlivue ingenivr. in religinnis negolio, oftcdirt. tlug. Vind. 779. deutsch von Biunde u. Braun unter dem Titel: überde» rechten Gebrauch der Vernunft in Sachen der Religion (,!). Cobl. 837.