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bart (Mattb. 3, 13- 17. Joh. 1, 33.). Jetzt erklärte Johannes sogleich :oon nun an müsse Jesus groß, er klein werden, wie der Morgenstern vorder ausgehenden Sonne verschwindet (Joh. 3, 30.).
Als Vertreter deS göttlichen Ernstes galt bei Johannes kein Ansehen derPerson. Zn den gelehrten und scheinheiligen Pharisäern und Sadducäernsagte er: „Schlangenbrut! wer hat euch gelehrt, dem bevorstehenden Zornezn entfliehen (Matth. 3, 7.);" und zu dem Tetrarchcn HerodeS: „Es ist dirnickt erlaubt, die HerodiaS, deines Bruders Weib bei dir zu haben (Matth.14, 4.). Er war eine brennende Leuchte, in dessen Lichte sich Viele wohlergötze», ohne ihren Sinn ändern zu wollen (Joh. 5, 35.); aber er zeigtesich nicht als ein wankendes Rohr, und wollte sich darum nicht nach der wech-selnden Laune einer gewissen Volksklasse und ihrer Repräsentanten richten.Darum erklärte ihn Christus selbst sür den größten der vom WeibeGeborenen (Matth. 11, 11.); er sei der letzte der Propheten vorihm (Matth. 11, 9.), denn nicht wie jene verhieß er in unbestimmter Zukunfteine bessere Ordnung, sondern er verkündete das eben eiutretcnde und einge-trctenc Reich Gottes*); dennoch sei er geringer als der Kleinste imH i m melreiche (Matth. 11, 11.).
Nach kurzer Zeit schon entzog ihn HerodeS der öffentlichen Wirksamkeit,ließ ihn aus die Festung Mach är us bringen ) und gab ihn endlich sogardem Tode Preis: nach deU Evangelien in Folge der List und Rache der ver-letzten HerodiaS, nach Joscphus aus Besorgnis; vor dem Ansehn des Johan-nes bei dem Volke (Matth. 14, 2—12. 21, 23—27.). Sein letzter Augen-blick auf Erden war sicher der erste im Himmelreich, denn sein Auge wargläubig und fest ausDen gerichtet, dervor ihm gewesen ist. Seine Schülerhaben den Leichnam beerdigt, und im Geiste ihres Meisters die Kunde vonseinem Tode Jesu übcrbracht. Viele derselben aber haben, obgleich ihrMeister so stark de» Messias bezeugt, und auf Jesum als das Lamm Gottesbingcwiesen hat (Joh. 1, 29. 36.), sich dennoch aus Mißverständnissen vondem letzteren fern gehalten (Joh. 3, 26. Luk. 5, 33. Matth. 9, 14. 11, 2.Apg. 18, 25. 19, 2—7.). Sieblieben Johannis-Jünger, gleichwieim Gebiete der Natur die niederen Stufen darum nickt verschwinden, weilböhcrc über ihnen stehen, und die Zwischenstufen nicht sobald wegsallen,wenn gewisse Bildungen durch sie hindurch ein Höheres erreicht haben.
37. Oeffentliches Auftreten Jesu; Bergpredigt; unveränderte
Tendenz.
Alsbald nach der durch Johannes erhaltenen Taufe, als Inaugurationleines messiam'schen Berufes, zog sich Jesus voll des heil. Geistes ineine für seine Bestimmung sehr bed eu tungsvol l e Einsamkeit in dieWüste zurück. Hier blieb er, wie einst Moses auf dem Berge, 40 Tage, undbestand als der zweite Adam, gleich seinen menschlichcnMitbrüdern(Hebr.2, 18. 4, 15.), eine dreifache Versuchung gegen den Teufel siegreich (Matth.4, 1 — 11.), worin der erste Adam unterlegen war. Darauf begann er
Dasselbe druckt die Kirche im HpmnnS am Feste des bcil. Johannes v. T..ans:
l; nntigg. XVIII, 5, T (Gams, Joh. d. Täufer im Gefäng-
nisse. Tick. 853.