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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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17
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§. 1l. Prüf. u.Gcbr.d. Quellen. §. 12. B.d. Vorbereit.-u.Hilfswisscnsch.d. KG. 17

§. 11. Prüfung u. Gebrauch der Quellen.

Tlonorc de ^ ll/aofe, rvtlexioim uur In« r^Iss et. mir I'uenge de eri-tigue, I'ar. 713. 3VvI. 4. lat. ssrin. I Vol. 4. -j-Mrüittc-n, tractatus (ioktuil. inounst. 1'. II. e. 8. Hessler, ilv arte critieu (iiiLtitutionookatrvl. 3". I. i>. 63-87.) Vgl. Tüb. Q. Sehr. 1842. S. 437-442.

Insofern dieZuverläßigkcitdcrThatsachenaufderZuverlässigkeitderQueüenberuht, so ist eine besondere Vorsicht in Ermittelung und im Gebrauche derselbennothwendig. Zu diesem Behufe muß die Kritik angcwendet werden, die in Lö-sung folgender Fragen besteht: 1h ob die Quellen wirklich vondem angeblichenVerfasser herrühren und zwar nicht bloS in einzelnen, sondern in allen Thcilcn,also keine fremdartigen Zusätze erhalten haben (Authentie und Integri-tät); der Beweis ist aus äußeren und inneren Gründen zu führen; 2) ob derVerfasser vermöge seiner Stellung Zo5ti8 oculatus, sinitim) und Bildungfähig war, den wahren Thatbestand zu berichten, und ob man die erforderlicheGemüthsstimmung, daß er auch dieWahrheitsagenwollte, bei ihm vorauösetzendarf (Glaubwürdigkeit des Verfassers). Die häufige Erfahrungvon unbewußten Vorurtheilen und Parteilichkeit macht jedoch die Zuverlässig-keit des Verfassers selbst bei Nachweisung jener Requisite oft noch wankend.Kann aber die Authentie, Integrität und Glaubwürdigkeit des Verfassers derQuellen nicht vollständig dargethan werden, so ist wenigstens die muthmaßlicheZeit und die Art ihrer Entstehung zu ermitteln und darnach der etwaige Ge-brauch derselben zu bestimmen. Ist aber die Aechtheit der Quellen erwiesen,so ist eS vernünftiger Weise der Kritik nicht weiter gestattet, das darausfestgcstellte Resultat noch dem Kriterium des Verstandes über Möglichkeitoder Unmöglichkeit zu unterwerfen respectivc zu verwerfen.

12. Vo« den Vorbereitung»- und Hilfswissenschaften der KG.

Zu jenen Untersuchungen über die Quellen und ihren Gebrauch sind be-sonders nothwendig: 1) die Kcnntniß der Sprachen, in welchen dieselben ab-gefaßt sind ; daher außer der Kcnntniß mehrcr altclassischen Sprachen beson-ders noch kirchliche Philolvgie') erfordert wird, welche uns mit demSprachidiom der kirchl. Litteratur vertraut macht; 2) die Diplomatik'),die Wissenschaft von den Urkunden (ll,7rX(,)hr«>rcrh oder die Kunst die altenSchriftzüge der verschiedenen Urkunden zu lesen, so wie ihr Zeitalter zu bestim-men ; 3) die ki r ch l i ch e G cogra p h i c ^h zur Kenntniß deS Schauplatzes

dcutung d. Legende u. d. Volkssagen für d. Gcsch. (hist, polit. Bläkt., Bd. I.S. 389 ff. n. Jllgcn, histor. thcol. Abhdl. Bd. III. S. 140 ff.

1) Iliesaurnu eecdvs. v mrtribu8 flravc. willst. 782. 2 37 I. ckit

Aloosurium nivdiue st Intimus Zrueeitutm. Uuxd. 688.2 3'. f. Nlvs8!irium mediue ot inftmue Iutiuituti8. Uur. 733 8g. 6

1. f. u. oft.; neue AuSg. kur. 842 ff. (A7e?r«»Ah xlouLurium inunuule all seripl.meel. et ink. lutiuit. Uul. 772. 6 3?. Auch die Glossarien über die gcrma». u.roman. Sprachen.

2H Mrbiiic,», de re diidomutieu eil. II. kur. 709 1. Nouveau truitä de diido-matigue imr cleux reiixieux Ilenvdil tiim de lu eoimregation de 8t. Lluur (7'a«Ltai»et D«88iuh. kur. 7508g. 6 V. 4. 71. eso il/out/uueon, palaeoZrapiiiu graeca. kur.708. Schöne mann, vollständ. System d. allgcin. Diplomatik. Hamb. 801. 2 Th.II^cr,7/^,, elemeuts de palaeograplue. kur. 838. 2 37 1.

3) -fL'mman. /§c/iektrc«te, antiguita'es eccleiuur. iiluetr. im 3'»m. II. M'raeu«uvtitiu episeiguttuum orbis ebr. ^ntv. 6131. f-Oar. » K. 7'a«/u, Feoxraidiiu sucra<uiru LIeriei. Fiust. 703 1. ulla8 uutiguu8 eurer et xrolanus, evl-

leetiw ex tulib. Zeoxr.; einend. Olerlcu.c. 7eni8t. 705 1. Kpa-i/iemÄ xeoAra^Iiiusacru et eeelvs. (Opi>. kuiZd. 701. 137 1.) -ff« (lu/en, vrdin. kraodicator. xre8b.,Orieim cliri8tiunu8. guo exbibentur scelesiue, putriarelius eto. totiu8 OrientiL. e.

Alzog's Kirchciig-schichte 7. Auflage. 2