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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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Aus der Vsrrrdk ;ur sechsten Ausgabe.

Die Liebe zum Studium der Kirchengeschichte ist einer der entscheidendenGründe dafür gewesen, daß ich glückliche Verhältnisse in HildeSheim aufge-geben habe, und dem Rufe an die Hochschule in Freiburg gefolgt bin: ummit ungetheilter Kraft einen frühzeitig mit Liebe erfaßten Gedanken verfolgenzu können. Der nächste Erfolg dieses Entschlusses ist die neue Durch ar-beitung dieses Lehrbuches, der ich mich unter den gegenwärtigen Verhält-nissen, unterstützt von reichern Quellen und umfassenderer Litteratur, mitLiebe und Ausdauer unterzogen habe. Sehr viele Paragraphen wurden ganzumgearbeitet. Die ZZ. 345'' 373'' u. 412 sind ganz neu hinzugekommen;für die beiden ersten wählte ich keine neuen Nummern, um das Verweisenauf frühere Ausgaben wenigstens nach Paragraphen zu erleichtern. Da diegrößere oder geringere Anzahl von Concilien zumeist einen Höhemeffer fürdas regere oder schlaffere kirchliche Leben abgibt, so sind dieselben in einerneuen chronologischen Tabelle nach Jahrhunderten verzeichnet. Und damitempfehle ich das Buch der weitern Theilnahme im In- und Auslande; ichselbst habe mir gelobt, die Vervollkommnung desselben als eine Lebensauf-gabe unverrückt im Auge zu behalten.

Freiburg i/B., am 3. Adventssonntage 1854.

Vorrede ;ur siebenten Ausgabe.

Indem ich die siebente Ausgabe meiner vor zwanzig Jahren zuersterschienenen Kirchengeschichte der Oeffcntlichkeit übergebe, darf ich das theil-nehmende Publicum versichern, daß ich das in dem vorstehenden Schlußsätzegegebene Versprechen nach Kräften erfüllt habe, daß die gegenwärtige Aus-gabe in Wahrheit eine neu durchgearbeitetc ist, viele Partien sogar neu ge-schrieben sind. Es genüge aus die ZZ. 2427; 2g; 31; 53; 61; 68;7175; 85; 97 u. 99; 111 u. 112; 116117; 119; 124; 141 u.142; 157 u. 158; 167; 190; 252; 269; 271; 273; 278; 283; 285;293; 299; 303; 343 ; 351 u. 352; 411; 413; 421 zu verweisen.

Die inzwischen veröffentlichten neuen Quellen besonders über die älternHäresien, und die zahlreichen kirchengeschichtlichen Monographien, wovonich besonders die Vorhalle zum Christenthume von Döllinger, die Con-ciliengeschichte von Hesele, über den Kanzler Gerson von Schwab her-vorhebe , boten vielfach Anlaß zu Verbesserungen und Berichtigungen derallgemeinen Kirchengcschichte, und sie sind sorgsam angebracht worden.

Daneben war ich darauf bedacht, im Verhältniß zur Mittlern und neuerndie ältere Kirchcngeschichtc, als Grundlage alles Spätern, etwas mehr aus-zuführen, so daß jetzt wohl das richtige Ebenmaß hergestellt sein wird. Auchdie christliche Litteratur im Mittelalter wurde sorgfältiger und ihre geschicht-liche Entwickelung eingänglicher vorgeführt. Durchgängig habe ich das theilSzu Unbestimmte oder zu Breite in der Diction beseitigt, und zu besserer Ueber-sicht des Stoffes mehr Absätze in der Darstellung angebracht, sowie auchvielfach kürzere und doch genauere Ueberschriften der Paragraphen gewählt.Die bei aller Sorgfalt stehen gebliebenen sinnstörenden Druckfehler oderVersehen und die an manchen Stellen versäumte Angabe wichtiger Werkeoder Abhandlungen wolle der geneigte Leser nach dem am Schluffe desWerkes angefügten Verzeichnisse verbessern und beifügen.

Freiburg i/B., den 31. Dcccmbcr 1859.

Der Berfaffer.