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Theil 1, Bd. 1 (1830)
Entstehung
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396
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Buch II. Hofhörigkeit.

under up. Item, in Kisten, off in Kasten spannen Hoeghe van»under up, men wat dair buiten blifft, fall mer alle kocssen Hier bietet sich also ein sehr genau bestimmtes Gewohn-heitsrecht dar.

2. Das Pelkumer Hofesrecht von 1571 enthalt dreierleiBestimmungen:

a. »So wann Jemand stirfft, der hofhörkg ist, und leßt»Weib und Kinder, off daß die Frauw stirbt und letzt Mann»und Kinder, so sollen dem Gotteshause (Hofsherrn) der vier-»füßige Schatz halb.« Bierfützigcr Schatz ist der allgemeineAusdruck für vierfüßige Tyiere.

b. »Item der Mann und Weib zusammen sterven und»keine leibliche Kinder lassen, so soll das Gottshauß mit dem»alingen Guide thun als Hofsrecht ist, und doch fall dem elde-»sten Hofsmanne das Heerbede, und der alesten Mcyerschen»nach Gestalt das Flaß erschienen sein.««

c. »Item wannehr zwei Mann und Frouw waren, wel-»cher nur ein hoffhörig und derselbe so hoffhörig verstürbe,»alsdann soll das Gotteshaus mit dem, so nicht hofhürig ist,»von allen Guiteren, Gereide und ungercide thcilen ").«Eine, auch in vielen anderen Hossrechten vorkommenoe Be-stimmung, welche folgerecht aus dem Grundsätze, daß nichtsaußer der Hörigkeit vererbt wurde, folgt, und eine Strafe fürsolche, dem genossenschaftlichen Institut widersprechende Heira-then ist. Durch Wechselung war diesem Nachtheil leicht vor-zubeugen.

3. Die Hofsrechte von Rhynern, Drechen und Berge ?°)bestimmen:

6. »wann einer von zweien Eheleuten als Frau und»Mann nicht gehörig doch darauf gebracht und nicht»darin gewechselt wie gewöhnlich, als ohnhofhürig ver-derben, in dem Fall stirbct unserem gnädigsten Herrn»das halbe samptliche geraide und unbewegliche Gut zu.«

68) Beilage 19.

69) Beilage 23.

70) Beilage 24. -